8,7 Millionen Franken für die Nidwaldner Bauern

Im zweiten Anlauf hat der Nidwaldner Landrat am Mittwoch den Kredit zur Förderung der Landwirtschaft ohne Gegenstimme gesprochen. Mit dem Geld werden besonders tüchtige Bauern unterstützt.

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Nidwaldner Bauer bei der Arbeit. (Archivbild/Neue NZ)

Nidwaldner Bauer bei der Arbeit. (Archivbild/Neue NZ)

Noch im Aprilhatte das Parlament auf Antrag der Finanzkommission den Kredit mit 31 zu 23 Stimmen um 400'000 Franken auf 9,09 Millionen Franken erhöht. In der Schlussabstimmung erhielt die Vorlage zwar von 33 Landräten und damit der Mehrheit des Parlaments die Unterstützung. Das für Finanzvorlagen nötige Zweidrittelsmehr von 37 Stimmen wurde aber nicht erreicht.

«Ordnungspolitischer Sündenfall»

Landwirtschaftsdirektor Ueli Amstad gelangte am Mittwoch nochmals mit dem ursprünglichen Betrag an das Parlament. Die 400'000 Franken, die nicht in den Rahmenkredit aufgenommen wurden, sollen aber in den nächsten vier Jahren in Tranchen à 100'000 Franken über das normale Budget gesprochen werden.

Diese Lösung war an einem runden Tisch gefunden worden. Im Rat wurde aber kritisiert, dass damit das nötige Zweidrittelsmehr umgangen wird. Die FDP und Grünen sprachen von einem «ordnungspolitischen Sündenfall». Sie stimmten dem Rahmenkredit aber dennoch zu.

Mit dem Kredit werden umweltgerechte, standortgerechte und tierfreundliche Produktionsformen unterstützt. Mit den Geldern werden auch die Tierzucht, die Bewirtschaftung von Steillagen, die Hochstamm-Obstkulturen oder Wohnbausanierungen im Berggebiet gefördert.

sda