ABL schielt über die Kantonsgrenze

Günstiger Wohnraum ist rar in Hergiswil. Nun setzt die Gemeinde auf die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL).

Drucken
Teilen
Häuser der Baugenossenschaft Steg in Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd / Neue NZ)

Häuser der Baugenossenschaft Steg in Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd / Neue NZ)

Das gab es noch nie in der 87-jährigen Geschichte der ABL: Ein Immobilien-Engagement in einem andern Kanton. Die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL) will per 1. Januar 2012 mit der Hergiswiler Baugenossenschaft Steg fusionieren und deren 40 Wohnungen übernehmen. Zusätzlich will sie 22 neue Wohnungen in der Gemeinde bauen.

Expandiert die Baugenossenschaft demnächst in weitere Kantone? ABL-Geschäftsführer Bruno Koch wiegelt ab: «Hergiswil gehört wirtschaftlich, kulturell und sozial zur Agglomeration Luzern». Gemäss den Statuten der ABL sei ein Engagement aber nur in der Stadt Luzern und ihren Agglomerationsgemeinden möglich, so Koch. Die ABL wird nach ihrer Generalversammlung vom Mai 2012 eine Urabstimmung durchführen um die Statuten anzupassen. Weitere Expansionen in andere Agglomerationen seien kein Thema.

Wenn die ABL in Hergiswil 62 Wohnungen übernimmt, profitiert auch die Gemeinde. Denn Hergiswil hat seit Jahren das Problem, dass günstige Wohnungen rar sind. Deshalb will die ABL auf dem unverbauten Schützenhausareal, das im Besitz der Gemeinde ist, zwei weitere Häuser mit insgesamt 22 Wohnungen bauen. Die Vergabe der Baurechte Schützenhaus und Steg ist an der Gemeindeversammlung vom 22. November traktandiert.

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.