ABSTIMMUNG: Die CVP scheitert mit dem Rauchverbot

Nidwalden stimmt gegen den Trend: Erstmals lehnt das Volk in einem Kanton ein Rauchverbot ab. Auch die CVP kann trotz ihres Referendums damit leben.

Drucken
Teilen
André Scherer, Präsident der CVP Nidwalden. (Bild Markus von Rotz/Neue NZ)

André Scherer, Präsident der CVP Nidwalden. (Bild Markus von Rotz/Neue NZ)

«Wir akzeptieren den Entscheid», sagte CVP-Kantonalpräsident André Scherer, auch wenn sie eigentlich nichts anderes gefordert hätten, als die Regierung ursprünglich dem Landrat beantragt hatte: ein Rauchverbot in Restaurants beziehungsweise klar abgetrennte Räume für Raucher. Das gegnerische Argument der Freiheit habe offenbar überzeugt. «Wir können auch mit diesem Resultat leben. Doch die Wirte stehen nach wie vor in der Verantwortung», sagte Scherer mit Hinweis darauf, dass das Gesetz sie verpflichte, die Gesundheit ihrer Angestellten sicherzustellen. Micha Heimler, Präsident der CVP Stans, bedauerte den Entscheid. «Wir glauben jedoch, dass die Diskussion wichtig war und die Wirte zusätzlich sensibilisiert wurden.»

«Aufruf an die Gastronomen»
Ein Rauchverbot wäre ein «Eingriff in die Handels- und Gewerbefreiheit» und darum falsch gewesen, sagte gestern SVP-Kantonalpräsident Peter Wyss. Nun brauche es eben Geduld, bis eine schweizerische Lösung vorliege. Dass heutzutage in fast jedem Kanton etwas anderes gelte, bezeichnete er als «Schlamassel». Dennoch wertete er das Abstimmungsergebnis als «Aufruf an die Gastronomen, die Zeichen der Zeit wahrzunehmen. Sie haben es verschlafen, das Angebot besser zu gestalten.»

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.