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ABSTIMMUNG: Klares Ja zum Flugplatz-Buochs: Eine dicke Überraschung

Markus von Rotz, Redaktionsleiter der Nidwaldner Zeitung, über das Abstimmungsergebnis vom 26. November zum Flugplatz Buochs.
Markus von Rotz
Markus von Rotz

Markus von Rotz

Mit diesem klaren Ja zur Beteiligung Nidwaldens am Flugplatz haben auch bürgerliche Politiker nicht gerechnet.Viele tippten kurz vor der Abstimmung noch auf ein knappes Ja, wären aber auf keinen Fall eine Wette eingegangen. So gesehen hat das deutliche Ergebnis mit satten Ja-Mehrheiten in allen Gemeinden gestern neben den enttäuschten Gegnern auf jeden Fall auch viele Befürworter der Vorlage überrascht.

Zur Verunsicherung haben sicher auch die sehr emotionale, zuweilen gehässige Diskussion und die teilweise unsachliche Kampagne vorab der Gegner beigetragen. Welchen Argumenten würde das Volk mehr vertrauen? Ist der Kampf der Gegner nur eine Zwängerei angesichts der klaren Mehrheit im Landrat?

Das Ergebnis ist unzweifelhaft ein deutliches Bekenntnis des ganzen Kantons zum Flugplatz, an dem mit den Pilatus-Flugzeugwerken auch der grösste Arbeitgeber hängt. Allerdings gibt es markante Unterschiede: Die flugplatznahen Gemeinden Ennetbürgen und Stans weisen die tiefste prozentuale Zustimmungsrate auf, was auch mit der grösseren Fluglärmbelastung zu tun haben dürfte. Anderseits ist die Zustimmung im «fernen» Wolfenschiessen die höchste.

Das über alles gesehen deutliche Verdikt darf man mit Fug und Recht auch als Ja zur finanziellen Beteiligung des Kantons lesen. Gleichzeitig ist es ein Auftrag an die Regierung, alles zu unternehmen, damit aus der Beteiligung kein finanzielles Trauerspiel mit jährlichen Defiziten zu Lasten der Staatskasse wird. Schliesslich hob sie in der Abstimmungsbotschaft hervor, Ziel der Vorlage sei ein «wirtschaftlich selbsttragender Flugplatz».

Markus von Rotz

markus.vonrotz@nidwaldnerzeitung.ch

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