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Interview

Abstimmung über Ersatzbau Süd: «Bau bringt gewollte Synergien»

Mit 11,1 Millionen Franken soll sich der Kanton an einer dreigeschossigen Halle beim Waffenplatz Wil in Oberdorf beteiligen. Kritiker sprechen von Geldverschwendung, Regierungsrätin Karin Kayser spricht von einer lohnenden Investition.
Matthias Piazza
Karin Kayser erklärt im Interview mit unserer Zeitung, weshalb es am 23. September ein Ja zum Ersatzbau Süd braucht. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 4. März 2018)

Karin Kayser erklärt im Interview mit unserer Zeitung, weshalb es am 23. September ein Ja zum Ersatzbau Süd braucht. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 4. März 2018)

Kanton und Bund wollen südlich des Waffenplatzes Wil in Oberdorf ein dreistöckiges Gebäude bauen, das sie gemeinsam nutzen können. Dort sollen im Erdgeschoss die Fahrzeuge der Swissint eingestellt werden. Im ersten und zweiten Stock sind die Logistikflächen inklusive Retablierungsstelle und Büroräumlichkeiten des heutigen Zeughauses geplant, im Untergeschoss eine öffentliche Tiefgarage mit 90 Parkplätzen.

Am 23. September stimmen die Nidwaldner an der Urne über die Beteiligung des Kantons von 11,1 Millionen Franken ab. Der Bund steuert 9,1 Millionen Franken bei (siehe Ausgabe vom Montag). Im Interview erklärt Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser den Nutzen dieses gemeinsamen Projektes und die Konsequenzen bei einem allfälligen Nein.

Karin Kayser, warum müssen für die Halle 4100 Quadratmeter Land verbaut werden? Hätte man nicht auf dem schon bestehenden Swissint-Areal den Bau realisieren können? Gegner sprechen von Landverschwendung.

Diese Variante wurde auch geprüft. Wie auf dem Flugplatz wird auch ein Vorplatz für das Manövrieren benötigt. Damit es landschonend realisiert werden kann, wird die Halle an die bestehende Waffenplatz-Infrastruktur angebaut, so kann auf zusätzliche Manövrierfläche verzichtet werden.

Was sagen Sie zum Vorwurf gewisser Landräte, der Bau sei mit Kosten von 20,2 Millionen Franken, an denen sich der Kanton mit 11,1 Millionen beteiligen will, ein Luxusbau?

Wenn berücksichtigt wird, dass mit dem Ersatzbau mehrere Bedürfnisse auf einem Platz und in einem Bau erfüllt werden können, relativiert sich die Aussage. Wenn die Bedürfnisse getrennt realisiert werden, also, wenn Armee und Kanton separat bauen, dann wird mehr Kulturland benötigt und die Kosten für den Kanton, wie auch für den Bund werden steigen. Der gemeinsame Bau bringt gewollte Synergien und es können alle Bedürfnisse in einem Schritt erfüllt werden. Wenn in mehreren Schritten vorgegangen würde, wäre es dem Bürger gegenüber auch nicht fair, ihm nicht den Gesamtbedarf vorzulegen.

Welche Risiken bestehen bei diesem gemeinsamen Projekt mit der Armee, das ein Novum im Kanton Nidwalden ist? Besteht die Gefahr, dass sich die Armee dereinst zurückziehen könnte? Bleibt der Kanton dann auf den Räumlichkeiten sitzen?

Es macht für die Armee und den Kanton Sinn, gemeinsam Synergien zu nutzen. Der Waffenplatz ist im Standortkonzept der Armee auch für die Zukunft gesichert. Es handelt sich um einen Waffenplatz, der den heutigen Anforderungen entspricht, polyvalent genutzt wird, modern und gut unterhalten ist. Der Bund wird Stockwerkeigentümer und nutzt die Räumlichkeiten über Jahre.

Was passiert, wenn das Volk Nein sagt?

Dann muss der Kanton die Infrastrukturbedürfnisse ohne den Bund sicherstellen und eine Lösung suchen, wie das Material und die Logistikabläufe sichergestellt werden können. Diese Lösung muss der Kanton selber finanzieren. Der Bund wird sein Bedürfnis ebenfalls selber, wo auch immer, sicherstellen. Allenfalls werden an zwei Orten Bauten errichtet. Dazu haben aber bisher keine Planungen stattgefunden.

Wie entgegnen Sie Kritikern, die bemängeln, dass der Kanton noch gar nicht weiss, was er mit dem alten Zeughaus machen will?

Es gibt verschiedene, realistische Möglichkeiten. Der Kanton möchte sich aber nicht auf die erstbeste Variante fixieren, sondern sich die Möglichkeiten offenhalten. Der Entscheid drängt auch nicht, wichtig ist, dass Varianten vorhanden sind und das sind sie.

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