Advent

Lichterweg: Diese Buochser Familie bringt Wärme in eine schwierige Zeit

Eine junge Buochser Familie hat einen Lichter- und Laternenweg realisiert.

Sepp Odermatt
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Regula Zimmermann (links) und ihre Schwester Martina Niederberger hängen die Laternen an.

Regula Zimmermann (links) und ihre Schwester Martina Niederberger hängen die Laternen an.

Bild: Sepp Odermatt (Buochs, 3. Dezember 2020)

Seit einem guten Jahr wohnt Regula Zimmermann mit ihrem Mann Michael und den beiden Kindern Dario und Eliane auf dem Bauernhof «Feld», nahe der Grenze zu Beckenried. Im neu umgebauten Wohnhaus fühlt sich die Familie wohl. Regula ist sehr kreativ und bastelt gerne. Bereits im letzten Jahr hatte sie sich Gedanken über einen Laternen- und Lichterweg gemacht. «Die Idee ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Und als Michael und meine ganze Familie das auch gut fanden, machte ich mich an die Umsetzung dieses Corona-Ablenkungsprojekts», erzählt die junge Familienfrau.

Ihr war klar, dass sie eine solche Arbeit nicht alleine bewältigen könnte. So klopfte sie bei ihren Eltern, ihrer Schwester Martina und weiteren Verwandten und Bekannten an. Alle waren begeistert und zeigten sich hilfsbereit. Auch von Seite der Nachbarn gab es ausschliesslich positive Rückmeldungen und für die benachbarte Spielgruppe ist der Laternenweg ebenfalls eine wunderbare Bereicherung. Bereits letzte Woche hatte Michael Zimmermann die Pfosten für die Laternen in den Boden gerammt.

Bis am Sonntag müssen nun alle Laternen aufgehängt sein. Regula Zimmermann sorgt zusammen mit ihrer Schwester Martina dafür, dass die rund 80 verschiedenen Laternen den Weg beleuchten. «Viele davon und einige Kerzen haben wir von der Buochser Bevölkerung erhalten. Weitere Beleuchtungskörper stellten wir aus Einmachgläsern, die wir im Keller gefunden haben, selber her», so Regula Zimmermann.

Die eigene Freude an die Wegbenutzer verschenken

Nach Rücksprache mit Pfarrer Josef Zwyssig erhielt die Familie Zimmermann wertvolle Tipps und materielle Unterstützung seitens der Katholischen Kirche. Auch eine Kerzenfabrik zeigte sich grosszügig. Dadurch seien die finanziellen Aufwendungen einigermassen im Rahmen geblieben, freut sich die Initiantin dieses Familienprojekts. Und weiter: «Der Arbeitsaufwand ist schon recht gross. Aber wir machen das Ganze aus purer Freude und versuchen dadurch, die momentan schwierige Zeit etwas in Vergessenheit zu rücken. Unsere eigene Freude schenken wir gerne allen Menschen, die den Laternenweg begehen.»

Die rund zwei Kilometer lange Strasse vom Agglisbrunnen bis zum Feld wird ab dem nächsten Sonntag die Landschaft oberhalb der Autobahn in eine romantische Stimmung versetzen. Wenn die Kerzen ihre Wärme ausstrahlen und die Höfe an der Strasse besonders schön beleuchtet sind oder mit einem hellen Stern auf sich aufmerksam machen, dann wird es jedem nüchternen Betrachter warm ums Herz. Da lohnt es sich auch, die eindrücklichen Sprüche auf den schmucken Laternen zu lesen. «Diese habe ich selber geschrieben», verrät Regula Zimmermann ganz bescheiden.

Wer meint, das letzte Bauernhaus an der Strasse, das Feld, sei das Ziel des ersten Buochser Laternenweges, der hat sich getäuscht. Der Weg endet nach etwa 200 Metern im «Gädeli Kallenbächli», das ennet der Grenze auf Beckenrieder Boden steht. Hier wartet noch etwas ganz Besonderes auf die Besucher. Mehr will die engagierte Buochserin nicht verraten.

Die fünfjährige Eliane besucht den Kleinkindergarten und ist die jüngste der Familie. Ihr ist die Vorfreude ins Gesicht geschrieben, wenn sie über den Laternenweg erzählt: «Ich bin gespannt und freue mich riesig, wenn ich mithelfen darf, die Laternen anzuzünden».

Mithilfe der Nachbarn ist garantiert

Die Lichter anzünden wird aber auch Sohn Dario, der aufgeweckte Zweitklässler. Zusammen mit den Eltern und ein paar Nachbarsbuben will er dafür sorgen, dass während den zwei Wochen alle Laternen pünktlich um 17 Uhr brennen. Für das Löschen des Lichterglanzes sind dann eher die Erwachsenen aus der eigenen Verwandtschaft zuständig. Dabei können die Zimmermanns aber auch auf die Mithilfe der Nachbarn zählen. Gemeinschaft und Solidarität wie es in der vorweihnächtlichen Zeit nicht schöner sein könnte!

Der Lichter- und Laternenweg auf der Feldstrasse in Buochs ist vom 6. bis 21. Dezember von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Parkplätze bei der Kirche oder nach der Unterführung auf der rechten Seite vorhanden.