Älpler bringen Farbe ins Grau

Die letzte Nidwaldner Älplerchilbi lockte hunderte Zuschauer in Beckenried an. Am Nachmittag sorgte die von Sepp Ambauen verfasste «Dorfchlag» für Schmunzeln.

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Die Butzi bei ihrem Einsatz auf dem Dorfplatz. (Bild: Richard Greuter / Neue NZ)

Die Butzi bei ihrem Einsatz auf dem Dorfplatz. (Bild: Richard Greuter / Neue NZ)

Urchiges Brauchtum, Alphornklänge und Fahnenschwinger sorgten trotz kühlen Temperaturen für frohe Gemüter und Älplerchilbistimmung. Trachtenfrauen und «Älplermeitschi» präsentierten sich fein herausgeputzt mit ihren stolzen Älplern und bildeten einen Farbtupfer am grauen Novembersonntag.

Im Festgottesdienst, der mit dem Gleichnis des Sämanns begann, zog Pfarrer Daniel Guillet Parallelen zwischen den Alpen und der Wüste, die er in den Sommermonaten besucht hatte. Dabei kam er zum Schluss, dass man auf einer Alp wie auch in der Wüste Ruhe tanken und Gott entdecken kann. Unterstützt wurde der Gottesdienst mit Vorträgen der Beckenrieder Jodler, und zum Schluss erklang ein Betruf von Alois Käslin.

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Die Butzi liessen es krachenDanach gabs auf dem Dorfplatz Chilbi-Kaffee. Die beiden Butzi zeigten ihr Können und liessen es tüchtig krachen. Um Nachfolger brauchen sie sich nicht zu kümmern, den Tom Würsch und Andrey Struffi sind zwar für diese Aufgabe noch zu klein, würden aber heute schon in ihre Kleider schlüpfen. «Ich würde gerne ein Klavier zerlegen», meinte Tom. Und Andrey etwas bescheidener: «Mir genügt ein Velo.»

Bei der von Sepp Ambauen alias Griänäwoud-Sepp abgefassten Dorfchlag wurde über einiges berichtet, was sich im Laufe des Jahres zugetragen hatte. Neben politischen Themen und viel Dorftratsch schaffte es ein Beckenrieder Landwirt in die Dorfchlag. Laut Ambauen habe er einen Kontrolleur kurzerhand aus dem Stall geworfen, wurde aber anderntags von fünf Polizisten abgeführt.

Im Anschluss waren Tanz und Unterhaltung mit volkstümlichen Klängen bis in den späten Abend angesagt.

Richard Greuter / Neue NZ