ALKOHOLPRÄVENTION: Zwölf Läden gehen freiwillig weiter

Zwölf Läden in Nidwalden verkaufen keinen Alkohol mehr an Minderjährige. Aus Überzeugung und weil es das Personal entlastet.

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Zwölf Nidwaldner Detaillisten werden keinen Alkohol mehr an Minderjährige verkaufen (Symbolbild). (Bild Werner Schelbert/Neue NZ)

Zwölf Nidwaldner Detaillisten werden keinen Alkohol mehr an Minderjährige verkaufen (Symbolbild). (Bild Werner Schelbert/Neue NZ)

Mit einem Brief sind Detaillisten im Dezember aufgefordert worden, Alkohol nur noch an 18-Jährige und Ältere zu verkaufen. Verschickt haben ihn zehn Nidwaldner Gemeinden, die sich in der Alkoholprävention unter dem Begriff «Gemeinden handeln» zusammengetan haben. Engelberg folgt noch. Die Geschäftsführer von zwölf Läden haben bis jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet. Wer nicht volljährig ist, kriegt dort keine alkoholhaltigen Getränke mehr. «Wir sind mit dem Start zufrieden», sagt Andreas Gander, Präsident der Steuergruppe von «Gemeinden handeln». Dank einer Inseratekampagne, die bis im Sommer dauert, sollen noch weitere Detaillisten mit ins Boot kommen.

Junge reagierten verärgert
Ruth Odermatt, Geschäftsinhaberin des Denner Satellits in Oberdorf, erklärt, wieso sie mitmacht: «Ich sehe Leute bei mir Alkohol einkaufen, die ihr Leben zerstören. Nur schon wenn durch die Aktion von ?Gemeinden handeln? eine Person weniger zum Alkoholiker wird, unterstütze ich sie gerne.» Sie habe schon Ärger mit Jugendlichen gehabt, weil sie keine alkoholischen Getränke mehr erwerben konnten, umschreibt Odermatt erste Erfahrungen. Obwohl sie wegen des verstärkten Jugendschutzes keine Umsatzeinbussen befürchte, «würde ich sie in Kauf nehmen».

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neue Nidwaldner Zeitung.