«ALPENFESTUNG»: Kader soll über den Durst getrunken haben

In der «Alpenfestung» soll es zu Saufgelagen der Offiziere gekommen sein. Davon wisse er nichts, sagt der SF-Pressechef.

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Soldaten der «Alpenfestung». (Bild SF/Gian Vaitl)

Soldaten der «Alpenfestung». (Bild SF/Gian Vaitl)

Die kontrovers diskutierte Sendung «Alpenfestung» ist zu Ende – Friede, Freude, Eierkuchen? Beinahe. Ein am (gestrigen) Mittwoch auf «Tages-Anzeiger.ch» publizierter Artikel hat nämlich ein kleines mediales Nachbeben ausgelöst: Ein Schreiben, das ein selbsternannter «Soldatenrat» letzte Woche dem Festungskommandanten Helmut Mettler übergeben habe und von der Redaktion auch gleich auszugsweise mitveröffentlicht wurde, habe «das Zeug zum Skandal». Darin wird das Kader des übermässigen Alkoholkonsums bezichtigt – die Soldatenschaft habe wegen den Gelagen kaum Schlaf finden können. In der Sendung sei über den internen Zwist jedoch kein einziges Wort verloren worden.

Mettler steht dafür ein
SF-Pressechef David Affentranger dementiert die Existenz solcher Exzesse gegenüber der Neuen Nidwaldner Zeitung mit einem schlichten «Nein». Helmut Mettler habe ihm versichert, «dass dem nicht so war». Klar sei es wohl so gewesen, dass die Rangoberen etwas mehr des Biervorrats für sich beansprucht hätten – «das war aber im Krieg 1942 wohl nicht anders». Und: «Bestimmt» habe man nichts elegant unter den Teppich kehren wollen. Nichtsdestotrotz geht zumindest «Tages-Anzeiger.ch» davon aus, «dass das Schweizer Fernsehen die ohnehin schon von verschiedener Seite kritisierte Sendung nicht einem weiteren medialen Gewitter aussetzen wollte».

scd/rgr