Alpkäse lockt in Beckenried die Massen an

Würzige Käse, heimelige Stimmung und einen grossen Besucheraufmarsch verzeichnete der 18. Nidwaldner Alpchäs Märcht im alten Schützenhaus Beckenried. Gestaunt wurde einmal mehr über das vielfältige Angebot.

Rosmarie Berlinger
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Am Verkaufsstand bei den Käsern der Alp Bleiki. (Bild: Rosmarie Berlinger (Beckenried, 17. November 2018))

Am Verkaufsstand bei den Käsern der Alp Bleiki. (Bild: Rosmarie Berlinger (Beckenried, 17. November 2018))

«E Mocke Chäs, es Glesli Wii, wird eister neiwe ume sii», schrieb einst der Stanser Josef von Matt in seinem 1965 erschienenen Gedichtband «Nidwaldnerchost». Wahrscheinlich konnte er damals nicht erahnen, welche Entwicklung und Bedeutung das Naturprodukt noch erfahren sollte. Welchen Standard die Käse- insbesondere die Alpkäseproduktion erreicht hat, demonstrierte der jährliche Nidwaldner Alpchäs Märcht in Beckenried. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. «Hier im alten Schützenhaus haben wir den idealen Platz für unsere Marktstände, die Festwirtschaft und auch das freie Bewegen für unsere Besucher gefunden», erzählte OK-Chef Paul Barmettler. Er selbst war mit zahlreichen Köstlichkeiten, die auf seiner Alp Bleiki produziert wurden, am Markt präsent – bereits zum 18. Mal. «Es macht mir immer von neuem Spass, mich mit den Besuchern über unsere Produkte oder andere aktuelle Themen zu unterhalten.» Gefreut habe ihn auch der Besuch eines OK-Mitglieds des kürzlich in Luzern über die Bühne gegangenen Käse-Festivals.

«Mier stand hinder eysem Chäs» war zum Beispiel über dem schmucken Stand der gemeinsam auftretenden Wiesenberger Käser von den Alpen Chünern, Lochhütte und Huismatt zu lesen. «Wir sehen uns nicht als Konkurrenten, sondern als Mitbewerber», erklärte Jungkäser Simon Zumbühl. Alle drei erteilten Auskunft über neue oder bewährte Erzeugnisse und waren sichtlich zufrieden, einen verlockenden Mocken Käse an die Frau oder den Mann abgeben zu dürfen. Auch ein Besuch beim Stand der Musenalp, der Alp Oberfeld mit vielfältigen Produkten aus Ziegenmilch, der Alp Unterstock, der Alp Tritt oder der Haghütte zeigte die Vielfalt der einheimischen Alpkäser. «Mit Chäs channsch jede Hunger stille», meinte ein Besucher im Hintergrund.

Wer seinen Hunger noch weiter stillen wollte, meldete sich zum abendlichen Alpchäs-Fondueplausch an, bei dem sich 150 Geniesser zu Tische setzten. Am Sonntagmorgen stärkten sich rund 150 Personen bei einem Bauernfrühstück im Rahmen des zweitägigen Alpchäs Märchts.