Alte Münzen unter dem Stanser Dorfplatz

Tabakpfeifen, Medaillen und Essensreste: Bei der Neugestaltung des Stanser Dorfplatzes 2003 kamen viele Gegenstände aus dem 17. Jahrhundert zum Vorschein. Die Ergebnisse der Grabungen werden nun publiziert.

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Rettungsgrabung auf dem Dorfplatz Stans 2003. (Bild: PD)

Rettungsgrabung auf dem Dorfplatz Stans 2003. (Bild: PD)

Rettungsgrabung auf dem Dorfplatz Stans 2003. (Bild: PD)

Rettungsgrabung auf dem Dorfplatz Stans 2003. (Bild: PD)

Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Stanser Dorfplatzes 2003 wurden archäologisch begleitet. Die Rettungsgrabung brachte damals nicht nur Reste des Stanser Dorfbrandes von 1713 zum Vorschein, sondern auch Spuren einer früheren Feuers in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der heutige grosszügige Dorfplatz existierte damals noch nicht, er wurde erst beim Wiederaufbau nach dem Dorfbrand auf Geheiss der Regierung angelegt.

Viele Alltagsgegenstände gefunden

Während der Grabung kamen Überreste der abgebrannten Häuser sowie zahlreiche Alltagsgegenstände der Bewohnerinnen und Bewohner zum Vorschein. Diese Überreste – unter anderem Ofenkacheln, Tabakpfeifen, Münzen, Medaillen, Keramik, Glaswaren und Essensreste – erlauben laut Mitteilung des Nidwaldner Staatsarchivs einen detaillierten Einblick in das Leben der Nidwaldnerinnen und Nidwaldner im 17. Jahrhundert, über das bis anhin wenig bekannt gewesen sei.

Die Ergebnisse der Rettungsgrabung wurden ausgewertet und werden als Band 49 in der Reihe «Antiqua» der Gesellschaft «Archäologie Schweiz» publiziert.

pd/bep