ALTZELLEN: 580 Personen würdigen die Schule

Mit einem Fest und vielen Gästen nahmen die Altzeller Abschied von ihrer Schule. Noch einmal lebte die Geschichte auf.

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Abschieds-Festspiel der Schüler von Altzellen für ihre Schule. (Bild pd)

Abschieds-Festspiel der Schüler von Altzellen für ihre Schule. (Bild pd)

«Eigentlich gibt es nichts zu feiern, wenn eine Bergschule, die seit 1867 der Schuljugend von Altzellen und Grafenort diente, für immer die Türe schliesst.» Mit diesen Worten begrüsste der ehemalige Schulrat Willi Ambauen als OK-Präsident der Abschiedsfeier seine anwesenden Schulkameraden und zahlreiche ältere und jüngere ehemalige Altzeller Schüler.

580 Frauen und Männer waren der Einladung über die Jahrgängervereinigung gefolgt. Vom Ältesten, Adolf Hess vom Schlag 95-jährig, bis zum jüngsten Erstklässler, Richard Hurschler von der Hasenmatt, versammelten sich alle im grossen Zelt vor dem Schulhaus.

Lehrschwestern und Lehrer vereint
Die zwei letzten noch lebenden Menzinger Lehrschwestern, Sr. Anna Klara und Sr. Bonfilia, die 1984 nach langem, segensreichem Wirken von 25 Jahren die Schule Altzellen verliessen, blickten mit Genugtuung und vielleicht sogar mit etwas Stolz auf ihre ehemaligen Schüler, die sich freuten, ihre Lehrerinnen, 84-jährig und 93-jährig, bei guter Gesundheit wieder zu sehen.

Auch die nachfolgenden, ersten weltlichen Lehrerinnen und Lehrer besuchten ein letztes Mal gemeinsam die denkwürdigen Schulstuben im Altzeller Schulhaus. Insgesamt haben 24 Menzinger Schwestern während 107 Jahren und 19 weltliche Lehrkräfte die letzten 34 Jahre in Altzellen den Schuldienst mit viel Selbstlosigkeit und Verantwortung versehen.

Ein Jodelchor aus ehemaligen Schülern
Eine Rosine der gelungenen Feier war der überraschende Auftritt des Ad-hoc-Jodelchores, bestehend aus ehemaligen Altzeller Schülern, der seine Premiere bereits am Freitagabend bei der Altzeller Stubete gefeiert hatte. Die von Thedy Christen organisierte Altzeller Stubete scheint, dank dem gebündelten Einbezug aller musikalischen Altzeller Talente, einen durchschlagenden Erfolg eingefahren zu haben.

Über die bis in die frühen Morgenstunden dauernde gemütliche Schulhaus-Chilbi waren alle Besucher des Lobes voll. «Einmalig und unvergesslich», war der Tenor über das ganze Fest rund um das Schulhaus Altzellen, welches jetzt zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut werden soll und an die Familie des damaligen Bauplatzstifters zurückgeht.

Ida Knobel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.