ALZHEIMERVEREINIGUNG OBWALDEN-NIDWALDEN: Leben zu Hause – mit Demenz

Ein Netzwerk an Dienstleistungen bietet wirksame Hilfe und Entlastung für Pflegende von Demenzpatienten. Gefordert aber sind wir alle.

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Viele Demenz-Kranke werden zu Hause von Angehörigen betreut. Diese können mit der Situation jedoch oft nicht umgehen. (Bild Keystone)

Viele Demenz-Kranke werden zu Hause von Angehörigen betreut. Diese können mit der Situation jedoch oft nicht umgehen. (Bild Keystone)

Die Sektion OW/NW der Schweizerischen Alzheimervereinigung (ALZ), welche Maria Küchler zusammen mit dem Nidwaldner Josef Würsch präsidiert, stellte das sich gegenseitig ergänzende Netzwerk von ALZ, Spitex Obwalden und dem Kantonalverband Unterwalden des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK Unterwalden) vor.

Optimale Begleitung setzt Zusammenarbeit voraus
Die bekannte Gerontologin Ruth Ritter-Rauch beeindruckte zu Beginn der Veranstaltung mit ihrem Referat «Mit Demenz zu Hause leben – eine Herausforderung für uns alle.» Sie, die selber ihren an Alzheimer erkrankten Mann jahrelang pflegte, weiss um die riesige Belastung, aus der man gestärkt oder zerbrochen hervorgehen kann. Verunsicherung, Angst, Trauer, Schuldgefühle, Angebundensein, Isolation und nicht zuletzt die enorme Belastung des Familienbudgets seien schlicht und einfach nicht allein zu bewältigen.

Die Voraussetzung für die optimale Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten wie Angehörige, Arzt, Spitex, SRK, Sozialberatung der Pro Senectute, Tageszentren, stationären Einrichtungen, Freunden und Nachbarn. «Ob Patient oder Angehöriger, wir haben die Pflicht, beiden so viel Hilfe und Unterstützung zu geben, dass sie ein Leben in Würde führen können», lautete ihr Appell.

Kantonsbeitrag für Gemeinden, die Entlastungsangebote schaffen
Anschliessend präsentierten vier kompetente Fachfrauen das Netzwerk von Dienstleistungen und Entlastungsmöglichkeiten. Am wenigsten bekannt ist dabei sicher der Entlastungsdienst des SKR Unterwalden. Der Obwaldner Kantonsrat habe beschlossen, dass Gemeinden, die solche Entlastungsangebote schafften, mit einem Kantonsbeitrag zu entlasten seien, erklärte Maria Küchler.

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.