AMBAUENWEHR BUOCHS: Die «Fisch-Schlaufe» wird nun öffentlich aufgelegt

Die Fische schwimmen künftig eine Schlaufe ums Ambauenwehr. Das Projekt liegt ab heute öffentlich auf.

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Das Wehr oberhalb der Einmündung der Engelbergeraa stellt für Fische ein Hindernis dar. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Das Wehr oberhalb der Einmündung der Engelbergeraa stellt für Fische ein Hindernis dar. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Rund 600 Meter oberhalb der Einmündung der Engelbergeraa in den See liegt das Ambauenwehr. Betreiber ist Samuel Zgraggen, der die Wasserkraft für die Produktion von Strom nutzt.

Rund ums Ambauenwehr und die Nutzung des Aawassers durch Samuel Zgraggen hat ein jahrelanger Rechtsstreit bestanden.

Ein bogenförmiges Bächlein für die Fische
Unter anderem störten sich Fischereiverbände am eineinhalb Meter hohen Wehr, welches die Fische, vor allem die Seeforelle, in ihrer Wanderung zu ihren Laichplätzen flussaufwärts behindert. Jetzt liegt die Lösung auf dem Tisch. Seit Mittwoch kann man das Bauprojekt für ein künstlich angelegtes Umgehungsgewässer während 30 Tagen öffentlich einsehen.

Dieses naturnah gestaltete Gerinne umgeht das Wehr und ermöglicht es den Fischen, aufzusteigen. Zu diesem Zweck wird unterhalb des Wehrs der Aadamm von einer «Fisch-Schlaufe» durchbrochen. Das Bächlein wird bogenförmig verlaufen. Ausgestaltet wird es mit Natursteinen, die kleine abgestufte Becken bilden, sodass die Fische Stück für Stück die Höhendifferenz des Wehrs überwinden.

Strömung lockt die Fische an
Damit die Tiere den Durchgang im Aadamm und damit das Bächlein finden, braucht es einen Trick. «Der Untergrund wird in diesem Bereich so ausgestaltet, dass die Strömung die Fische zum Durchlass hinlockt», erklärt Landwirtschafts- und Umweltdirektor Hugo Kayser.

Zum Aufsteigen suchen die Fische nämlich Stellen mit Strömung. Das Gleiche gilt für den Eingang oberhalb des Wehrs zurück in den Flusslauf der Engelbergeraa. Auch dort lockt die Strömung die Fische an.

Das Bauprojekt für den Fischaufstieg beim Ambauenwehr soll rund 425'000 Franken kosten. Der Kanton will es im nächsten Winter realisieren. Der Bund sowie Samuel Zgraggen beteiligen sich an den Kosten. Gemäss Hugo Kayser soll die Vorlage Mitte September vor den Landrat kommen.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.