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Arbeiten und erleben im Ennetmooser Gemeinschaftsgarten

Miteinander einen Garten entstehen lassen: Das ermöglicht zurzeit ein Freiwilligenprojekt der katholischen Kirchgemeinde. Bei einem Arbeitstag standen unterschiedliche Menschen im Einsatz.
Rosmarie Berlinger
Beim Bau von Hochbeeten wird kräftig angepackt (vorne von links): Thomas Walimann, Christina Sasaki und Markus Blöse. (Bild: Rosmarie Berlinger (St. Jakob, 13. Oktober 2018))

Beim Bau von Hochbeeten wird kräftig angepackt (vorne von links): Thomas Walimann, Christina Sasaki und Markus Blöse. (Bild: Rosmarie Berlinger (St. Jakob, 13. Oktober 2018))

Der Platz ist idyllisch und es gibt viel zu bestaunen – einerseits die hübsche, auf einer kleinen Anhöhe stehende Kirche St. Jakob der Gemeinde Ennetmoos. Anderseits entdecken Kirchgänger oder anderweitige Besucher das schöne Gelände rund um die Kirche und das gegenüberstehende Pfarrhaus.

Was aber in den vergangenen Monaten auf dem Gelände des Pfarrhauses entstanden ist, darf als ebenso bemerkenswert bezeichnet werden. Es ist ein Gemeinschaftsgarten mit Gemüse- und Blumenbeeten, jungen Obstbäumen, Sitzbänken und Grillstelle mitten in einer grossen Rasenfläche. Am vergangenen Samstag wurde der Platz um eine Hochbeetanlage erweitert. Zustande gekommen ist diese Begegnungsstätte dank einer innovativen Gruppe aus Ennetmoos.

Erlebnisse, Erfolge und Freuden für Jung und Alt

Einer der Initianten ist Pfarreileiter Markus Blöse. Er meint, dass Kirche und Garten gut zusammenpassen. «Ertrag aus unserem Gartenprojekt sind nicht nur Gemüse und Früchte, sondern Begegnung, Gemeinschaft und Verbindung unter Menschen, die sich hier gern betätigen und einbringen.» Auch einander Ideen, Tipps und Wissen weitergeben, Hilfe anbieten, miteinander arbeiten und dadurch gemeinsame Erlebnisse, Erfolge und Freude teilen, würden zum Projekt Gemeinschaftsgarten gehören, erklärt Blöse.

Beim Projekt mitmachen können Menschen von Jung bis Alt – ob mit oder ohne bereits vorhandenes Gartenwissen. Im Gemeinschaftsgarten seien Menschen willkommen, die sich hier zu Hause fühlen oder solche, die sich erst noch verwurzeln möchten. Auch die Schule von Ennetmoos ist bereits in das Gartenprojekt integriert.

Ende Dezember 2017 begann sich die Projektgruppe mit Irene Odermatt, Vital Vonlanthen, Christina Sasaki, Markus Blöse und Mirjam Würsch mit dem Thema Gemeinschaftsgarten auseinanderzusetzen. Es wurden Gespräche mit Vertretern der Bauernschaft, zuständigen Amtsstellen sowie auch den Nachbarn geführt. Die öffentliche Informationsveranstaltung im Juni dieses Jahres lockte rund 30 Interessierte an. Dabei wurden bereits kreative Ideen ausgeheckt, wie Gartenbeete erstellt, Sitzgelegenheiten platziert und ein ansprechender Eingang errichtet werden könnten.

Regelmässige Gartentreffs

Seither sind an fünf Samstagen ein Kräutergarten und Gartenbeete in Form des Bruder Klausen Rades, sowie 18 Hochbeete errichtet worden. Kompost und Regentonne wurden platziert und Blumen und Gemüse gepflanzt. Wer gemeinsam arbeitet, setzt sich auch gemeinsam zum Essen zusammen, besagt das Konzept des Projekts. Ferner findet regelmässig am Dienstag von 15 bis 17 Uhr sowie einmal im Monat am Samstag ein Gartentreff statt.

Zu einem solchen Einsatz trafen sich am vergangenen Samstag rund 20 Personen, um eine Hochbeetanlage zu errichten. Unter Anleitung von Vital Vonlanthen, Thomas Wallimann, Christina Sasaki und weiteren Helfern entstanden allmählich die hölzernen Pflanzkisten. Mit Eifer betätigten sich auch zwei in Stans wohnhafte Flüchtlinge.

Für den 24-jährigen Ali Daryab Hosseini aus Afghanistan ist es eine gute Gelegenheit, seine Deutschkenntnisse und die handwerklichen Fähigkeiten zu zeigen. Nach drei Jahren Asylunterkunft habe er den Status «anerkannter Flüchtling» erhalten. Nun hoffe er, bald einen Beruf erlernen zu können, vorerst aber seine Fähigkeiten im Gemeinschaftsgarten einzubringen, sagte der junge Mann. «Mit unserem Projekt kann Ennetmoos seinen Ruf als lebendige Gemeinde bestätigen», freut sich Markus Blöse auf Wachsen und Gedeihen im Gemeinschaftsgarten.

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