Arbeitslosenkasse Obwalden Nidwalden hat beträchtlichen Mehraufwand – Personal wird aufgestockt

Der Anstieg an Kurzarbeitsgesuchen wegen der Coronakrise hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Arbeitslosenkasse Obwalden/Nidwalden. Bis Ende April konnten die Anträge von 756 Betrieben oder Betriebsabteilungen bearbeitet werden.

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(pd/pz) Seit dem Ausbruch der Coronapandemie haben in Obwalden rund 850 und in Nidwalden rund 985 Betriebe respektive Betriebsabteilungen bei den kantonalen Arbeitsämtern um Kurzarbeit nachgesucht. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Kantone hervor. Bisher sind in Obwalden 778 und in Nidwalden 951 Betrieben eine entsprechende Bewilligung erteilt worden. Die betroffenen Betriebe werden jeweils umgehend von der Arbeitslosenkasse (ALK) Obwalden Nidwalden erfasst. Diese hat per Ende April 1718 Betriebe oder Abteilungen angeschrieben und sie aufgefordert, ihre Anträge mit den erforderlichen Unterlagen einzureichen. «Nach deren Bearbeitung wird die Kurzarbeitsentschädigung zeitnah abgerechnet oder es werden sehr schnell Vorschüsse geleistet», teilen die Kantone mit.

Die ALK konnte bis Ende Monat bereits jene Anträge bearbeiten, die bis am 27. April vollständig bei ihr eingegangen sind. Rund zwei Drittel der Anträge betreffen den Monat März und rund ein Drittel den April. Insgesamt wurden 756 Betriebe oder Betriebsabteilungen bis Ende April bearbeitet. Dies entspricht etwa 44 Prozent der Anträge, die aufgrund der Bewilligungen erwartet werden.

Mitarbeiter leisten 580 Stunden Überzeit

Damit die Arbeitslosenkasse den Ansturm der Anträge rasch erledigen kann, wurde das Personal vorerst bis Ende Juli befristet um 180 Prozent aufgestockt. Zudem konnte die Kasse mit Personen aus dem Personalpool des Kantons Nidwalden verstärkt werden. Zusätzlich wurden von den Mitarbeitern alleine im Monat April rund 580 Stunden Überzeit geleistet.

«Die Anträge, welche die betroffenen Betriebe einreichen, sind oft mangelhaft oder unvollständig, was zu Zusatzaufwand in Form von Rückfragen und Verzögerungen bei den Auszahlungen führt», heisst es in der Mitteilung. Es würden Unterlagen wie Zustimmungserklärungen, Lohnjournale, Zeiterfassungen und nachvollziehbare Berechnungen fehlen. Oft würden auch Angaben wie zum Beispiel Zahlungsverbindungen vergessen oder fehlerhaft eingereicht.

Personal beim RAV wird aufgestockt

Laut Mitteilung kommt es trotz der Möglichkeit, Kurzarbeitsentschädigungen zu beantragen, bei betroffenen Unternehmen zu zahlreichen Kündigungen. Aus der internen Statistik geht hervor: Im Februar lag in Obwalden die Arbeitslosenquote bei 0,7 Prozent. Sie stieg im März auf 1,1 Prozent und im April auf 1,4 Prozent. Im Kanton Nidwalden stieg die Arbeitslosenquote von 0,9 Prozent im Februar auf 1,4 Prozent im März und auf 1,6 Prozent im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies laut Statistik ein Anstieg um 0,7 Prozent (Obwalden) respektive 0,9 Prozent (Nidwalden). Um den Anstieg der Anmeldungen zu bewältigen, wurden beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Obwalden Nidwalden die Personalressourcen zwischenzeitlich – vorerst ebenfalls befristet bis Ende Juli – um 200 Stellenprozente erhöht.