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ARCHÄOLOGIE: Bei Kanalisationsarbeiten Gräber gefunden

In Stans sind bei der Sanierung von Kanalisations- und Werkleitungen Gräber gefunden worden. Die Archäologen vermuten, dass es sich um ein Massengrab handelt.
Man ist auf der relativ kleinen Sondierfläche auf 14 bestattete Menschen gestossen – darunter hat es auch Kinder. (Bild: Philipp Unterschütz)

Man ist auf der relativ kleinen Sondierfläche auf 14 bestattete Menschen gestossen – darunter hat es auch Kinder. (Bild: Philipp Unterschütz)

Tag der offenen archäologischen Grabung an der Nägeligasse am 12. März. (Bild: Oliver Mattmann/NZ)
Eine Glockenguss-Grube wird vermessen. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Bei den erweiterten archaeologischen Grabungen am Mittwoch, 24. Februar 2016, wurden in der Naegeligasse bei der Pfarrkirche in Stans in geringer Tiefe nochmals mehrere Skelette sowie eine undatierte Glockenguss-Grube gefunden. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Auf dem Plan des Stanser Dorfzentrums von 1782 macht die Landstrasse (heute Nägeligasse) genau beim Fundgebiet einen Bogen. Heute ist die Strassenführung gerade.
Hinter der Stanser Pfarrkirche war das Massengrab zum Vorschein gekommen. (Bild: Philipp Unterschütz)
Während der Grabung: Vorsichtig werden die Skelette freigelegt. (Bild: Philipp Unterschütz)
Das Massengrab könnte aus der Zeit des Franzosenüberfalls von 1798 oder aus einer der Pestwellen im 16 und 17. Jahrhundert stammen. (Bild: Philipp Unterschütz)
Man ist auf der relativ kleinen Sondierfläche auf 14 bestattete Menschen gestossen – darunter hat es auch Kinder. (Bild: Philipp Unterschütz)
Kathrin Rüedi, Grabungsleiterin und Archäologin (links) mit Emil Weber, Leiter Fachstelle für Archäologie und Staatsarchivar studieren die Aufzeichnungen der Funde. (Bild: Philipp Unterschütz)
Auf die Skelette ist man bereit in geringer Tiefe gestossen. (Bild: Philipp Unterschütz)
10 Bilder

Gräberfund an der Nägeligasse in Stans

Saniert werden in Stans unter anderem die Leitungen unter der Nägeligasse, unter der ein historischer Friedhof liegt. Die Fachstelle für Archäologie hat deswegen gleich zu Beginn der Bauarbeiten Sondierungen vorgenommen.

In dem zwei Mal drei Meter grossen Sondiergraben seien in geringer Tiefe Skelette entdeckt worden, teilte die Fachstelle für Archäologie am Freitag mit. Die Skelette lägen aussergewöhnlich dicht. Auf einer kleinen Fläche seien die Knochen von 14 verschiedenen Personen gefunden worden.

Die Skelette liegen in drei bis vier Schichten übereinander, und zwar am Rande des historischen Friedhofes. Reste von Särgen oder Grabtüchern fehlen. Dies seien Indizien, dass die Menschen innerhalb kurzer Zeit beerdigt worden seien.

Wann das Grab angelegt worden ist, ist noch nicht abgeklärt. Bekannt ist, dass nach dem Franzoseneinfall von 1798 die Opfer in einem Massengrab beerdigt worden sind. Massenbestattungen gab es aber auch bei Pestepidemien. In Stans hat die Pest sechs Mal zwischen 1493 und 1630 gewütet.

Die zum Vorschein gekommenen Skelette werden nun geborgen. Die Sondiergrabungen dauern noch bis Ende Jahr. Im Januar 2016 soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. (sda)

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