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Architekten sprechen in Beckenried über alte Häuser

In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Ermitage hinterfragt der Innerschweizer Heimatschutz beim Anlass «Architektur im Gespräch» den Umgang mit alten Häusern. Passend zum Jahr des Kulturerbes.
Sepp Odermatt
Die Stanser Architekten Klaus Töngi (links) und Hanspeter Odermatt organisieren «Architektur im Gespräch». (Bild: Sepp Odermatt (Stans, 29. August 2018))

Die Stanser Architekten Klaus Töngi (links) und Hanspeter Odermatt organisieren «Architektur im Gespräch». (Bild: Sepp Odermatt (Stans, 29. August 2018))

Unter dem Titel «Alts Ghitt und neys Zeygs» findet am 6. September in der Ermitage in Beckenried eine Veranstaltung über den Umgang mit dem kulturellen Erbe statt. Auffallend viele alte, qualitätsvolle Bauernhäuser in Nidwalden werden noch immer durch Ersatzbauten verdrängt. Es stellt sich die Frage: Wie viel Altes und wie wenig Neues braucht unsere Gesellschaft? Fünf Referenten wollen an diesem Abend Architekten und Besitzern von alten Gebäuden aufzeigen, wie die Hausgeschichte weitergeschrieben werden kann.

«Das Haus ist die Geschichte; der Mensch ist nur ein kleiner Teil davon. Ist er also berechtigt, ein altes Gebäude abzureissen?» fragt Hanspeter Odermatt, Architekt und Präsident des Nidwaldner Heimatschutz, kritisch. «Sorgfalt steht an oberster Stelle. Leider wird bei einem Umbau oft zu schnell gehandelt und zu wenig seriös hingeschaut», stellt der Architekt und Zimmermann Klaus Töngi fest, der die Veranstaltungsreihe von Hanspeter Odermatt übernommen hat und weiterführt. Neben den drei Gastreferenten werden die beiden Stanser selber zu Wort kommen. Töngi spricht dabei über Werte, Chancen und Umgang mit dem Bestand und zeigt anhand eines Umbauprojekts am Bürgenberg die geprüften Möglichkeiten auf. Hanspeter Odermatt redet über die Ehre, den Mut, Stolz und den Willen der Besitzer alter Bauten, die Geschichte weiterzuschreiben und weiterzuleben.

Ein 500-jähriges Haus wieder bewohnbar machen

Architektin Elia Malevez wird aufzeigen, was es an alten Häusern zu entdecken gibt, sagt die Dozentin an der Fachhochschule Luzern. «Die Einfachheit solcher Gebäude treibt einen an, selber gescheite Lösungen zu suchen und zu finden. Mich fasziniert die Soziologie und die Arbeit vergangener Zeiten, die man in einem alten ‹Ghitt› ablesen kann», meint Elia Malevez.

Eine gemeinsame Leidenschaft haben Stefan Höhn und Salome Fravi. Die Gastreferenten aus dem Kanton Graubünden befassen sich intensiv mit der Restaurierung und Modernisierung von sogenannten «gewandeten Häusern». Höhn ist Bauleiter, Zimmermann und Möbelschreiner, Fravi ist Architektin. «Die Arbeit mit historischer Bausubstanz bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit dem kulturellen Umfeld und den Personen vor Ort», erklärt der Bündner. Analog zur Tradition der Wanderhandwerker auf der Stör lasse er sich während der Zeit des Umbaus in unmittelbarer Nachbarschaft der Baustelle nieder und verrichte mithilfe seiner mobilen Werkstatt möglichst viele Arbeiten direkt vor Ort, schreibt Höhn auf seiner Internetseite. In Mund, oberhalb Naters im Kanton Wallis, hat sich das Paar ein über 500-jähriges Haus gekauft und will dort nun verwirklichen, was auf den ersten Blick fast unmöglich erscheint: Das Objekt wieder bewohnbar machen.

«Architektur im Gespräch» findet am Donnerstag, 6. September, um 20 Uhr in der Ermitage in Beckenried statt. Türkollekte. Die Organisatoren bitten, die öffentlichen Parkplätze beim Strandbad oder der Klewenbahn im Dorfzentrum zu benützen.

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