ATOMENDLAGER: Plattform für die Mitsprache beim Wellenberg

Für die Mitsprache von Behörden und Bevölkerung wird die «Plattform Wellenberg» aufgebaut. In Stans ist dafür ein Startteam gegründet worden.

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Der Wellenberg. (Archivbild Bruno A. Arnold/Neue LZ)

Der Wellenberg. (Archivbild Bruno A. Arnold/Neue LZ)

Der Wellenberg im hinteren Engelbergertal ist von der Nagra erneut als möglicher Standort für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle vorgeschlagen und vom Bundesrat in den Sachplan aufgenommen worden. Wie es in einer Mitteilung heisst, haben die Kantone Obwalden und Nidwalden sowie die betroffenen Gemeinden beschlossen, am Sachplanverfahren mitzuwirken. Dafür ist nun die «Plattform Wellenberg» gegründet worden.

Mitwirkung im Sachplan
Mit der Plattform sollen laut Mitteilung «die Interessen der betroffenen Gemeinden, ihrer Behörden, Organisationen und Bevölkerung» im Verfahren eingebracht werden. Die Kantone und Gemeinden der provisorischen Standortregion Wellenberg wollen, dass der Wellenberg aus dem Sachplan geologische Tiefenlager gestrichen wird.

Die Mitwirkung der Betroffenen ist bereits im Rahmen der «regionalen Partizipation» im Sachplan festgelegt, heisst es weiter. Im Verlauf dieses Jahres sollen dazu Strukturen und Verfahren aufgebaut werden.

Verschiedene Vertreter dabei
Der «Plattform Wellenberg» gehören Vertreter der acht in der provisorischen Standortregion liegenden Gemeinden, der Kantone Nidwalden und Obwalden, des Bundesamtes für Energie und beratend ein aussenstehender Moderator an. Das Startteam verfügt über eine professionelle Geschäftsstelle und ist mit einem vom Bund bewilligten Budget ausgestattet.

Als Vorsitzende wurden Martha Bächler, Talammann Gemeinde Engelberg, und Hans Kopp, Gemeindepräsident Wolfenschiessen, bestimmt.

ana