ATOMENDLAGER: Wellenberg: Kann Nidwalden aufatmen?

Wenn die Nagra ihre Empfehlungen für die Standorte von Atomendlagern abgeben wird, fehlt der Wellenberg. Dies will der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller wissen.

Oliver Mattmann
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Der Wellenberg bei Wolfenschiessen. (Bild: Leserin Caroline Pirskanen)

Der Wellenberg bei Wolfenschiessen. (Bild: Leserin Caroline Pirskanen)

Die sicherheitstechnischen Untersuchungen der Nationalen Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) befinden sich auf der Zielgeraden. Ende Jahr sollen alle Unterlagen vorhanden sein, Anfang 2015 will die Nagra ihre Vorschläge bekannt geben, welche der sechs Standorte weiterverfolgt werden sollen für die Entsorgung von radioaktiven Abfällen. Laut dem Bundesrat sollen die Standortkantone vorinformiert werden – erst danach werden die Berichte publiziert.

Der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller indes scheint bereits mehr zu wissen. Auf Anfrage sagt er: «Personen aus gut unterrichteten Kreisen haben mir zu verstehen gegeben, dass der Wellenberg als möglicher Standort fallen gelassen wird.» Woher er die Information hat, will der SVP-Nationalrat nicht preisgeben. Keller glaubt, die Nagra habe ihre wichtigsten Ergebnisse bereits beisammen. «Dass jetzt zugewartet wird mit der Veröffentlichung, ist eine unnötige Hinhalterei.»