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Auch Ob- und Nidwaldner Elektrizitätswerke spüren den trockenen Sommer

Das heisse und niederschlagsarme Wetter der vergangenen Monate hat sich auch auf die Wasserkraftwerke ausgewirkt. Die Produktion wurde gedrosselt.
Der Bannalp-Stausee, vom Walenpfad aus gesehen. (Bild Markus von Rotz (17, September 2014)

Der Bannalp-Stausee, vom Walenpfad aus gesehen. (Bild Markus von Rotz (17, September 2014)

Der Lungerer-, Melch- und Tannensee sind die Energielieferanten Obwaldens. Rund 60 Prozent des Stroms, den das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) an seine Kunden in Obwalden liefert, produzieren die beiden Wasserkraftwerke Hugschwendi im Melchtal und Unteraa in Giswil. «Der sehr trockene Sommer, der sich bis in den Herbst hinzog, hat sich auch auf unsere Wasserkraftwerke ausgewirkt», sagt EWO-Direktor Thomas Baumgartner auf Anfrage. Die Produktion ging zurück, mehr als die üblichen 40 Prozent der Energie für die Obwaldner Kunden musste das EWO auswärts einkaufen.

Er geht allerdings nicht davon aus, dass sich das «Sommerloch» massiv auf den finanziellen Jahresabschluss niederschlägt. «Dank des schneereichen Winters liess das viele Schmelzwasser die Pegel in unseren drei Stauseen ansteigen. Dadurch konnten wir zwischen Januar und April dieses Jahres viel mehr produzieren als in derselben Periode anderer Jahre.»

Nun seien die Pegel wieder auf dem üblichen Niveau. Man sei bereit für die Stromproduktion im kommenden Winterhalbjahr. Von einem für das EWO negativen Jahr will Thomas Baumgartner nicht sprechen. «Schwankungen haben wir einkalkuliert. Damit müssen und können wir leben.» Allerdings könne er sich vorstellen, dass die Schwankungen wegen des Klimawandels künftig extremer werden.

Kleinwasserkraftwerk wurde abgestellt

Das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) musste im Hochsommer wochenweise die Turbinen beim Kleinwasserkraftwerk Buoholzbach abschalten. «Dies kommt bei Kleinwasserkraftwerken immer mal wieder vor, auch in der kalten Jahreszeit und ist auch nicht weiter dramatisch», sagt Direktor Remo Infanger. Bei den zwei Stauseen Bannalpsee und Trübsee habe man die Produktion minim drosseln müssen, damit der Seespiegel auf hohem Niveau blieb, wegen der Reserven und aus touristischen Gründen.

Die acht eigenen Anlagen steuern 41 Prozent an die Energieversorgung des Kantons Nidwalden bei (zusammen mit ausserkantonalen Beteiligungen an Wasserkraftwerke). Der Rest stammt mehrheitlich aus den Kernbeteiligungen oder dem Strommarkt. An diesem langjährigen Schnitt dürfte auch der trockene Sommer nicht viel ändern. «Im Sommer produzieren unsere Wasserkraftwerke mehr Strom als im Kanton gebraucht wird.» Allerdings werde man dieses Jahr nicht ganz so viel Strom am Markt verkaufen können wie in den Jahren zuvor.

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