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Auch viele Nidwaldner pilgern nach Seelisberg

Am Mittwoch ist der offizielle Wallfahrtstag in Seelisberg. Die zahlreichen Votivgaben aus aller Welt zeigen die Bedeutung von Seelisberg als Wallfahrtsort seit über 500 Jahren.
Christoph Näpflin
Die Kapelle Maria Sonnenberg in Seelisberg. (Bilder Christoph Näpflin)

Die Kapelle Maria Sonnenberg in Seelisberg. (Bilder Christoph Näpflin)

Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die heutige Marienstatue in einer Nische verehrt. Bald folgte eine Kapelle aus Holz und später eine aus Stein. Diese war bald zu klein, sodass die Kirchgemeinde Seelisberg im Jahr 1666 die heutige Kapelle Maria Sonnenberg bauen liess. Seither pilgern Gläubige aus aller Welt zur Waldkapelle, welche direkt über dem Rütli liegt.

Die Wallfahrt war dann auch der Grund, dass die ersten Hotels in Seelisberg entstanden sind. Man weiss, dass Mitte des 19. Jahrhunderts 25000 Personen jährlich nach Seelisberg als Wallfahrer unterwegs waren, darunter auch sehr viele Gläubige aus Nidwalden.

Dankesgaben stammen aus aller Welt

Viele der Nidwaldner Gemeinden pilgerten früher einmal jährlich nach Seelisberg, meist als Danksagung für eine ausgebliebene Hungersnot oder Errettung vor einer Naturkatastrophe. Unter den Besuchern sind bis heute viele Pilger aus Nidwalden. Am Mittwoch, 15. August, feiert die Kapelle Maria Sonnenberg ihren Wallfahrtstag mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr und einer Marienfeier um 14 Uhr.

Eine Votivtafel aus dem Jahr 1882.

Eine Votivtafel aus dem Jahr 1882.

In der Kapelle Maria Sonnenberg gibt es noch 1334 Votivtafeln, von denen 256 Tafeln mit einer Ortsangabe versehen sind. Die meisten stammen aus dem Kanton Schwyz, gefolgt von Luzern, Uri und Nidwalden. 15 stammen aus dem Ausland, drei davon aus Amerika. Die älteste noch vorhandene Votivtafel ist auf das Jahr 1682 datiert. Es ist anzunehmen, dass einige Tafeln entweder verschwunden sind oder neuen Tafeln Platz machen mussten und die Gesamtzahl weit höher liegen würde. Die Tafeln zeigen Erlösungen von körperlichen Leiden oder eine Errettung aus einer ausweglosen Situation. Ein Augenzeuge schreibt, dass ein Mädchen im Jahr 1865 nach einer Wallfahrt von einem Augenleiden geheilt worden ist. Heute können die Pilger ihre persönlichen Anliegen in einem Fürbittenbuch eintragen. Die Zeit der Votivgaben ist vorbei.

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