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Auf dem Stanser Dorfplatz bringt der Sand Stabilität

Das schöne Kopfsteinpflaster gehört ebenso zum Dorfkern wie die geschützten Gebäude. Doch gewisse Steine sitzen nicht mehr fest. Nun erhält die Pflästerung eine Wiederauffrischung.
Philipp Unterschütz
Die Kopfsteinpflasterung auf dem Stanser Dorfplatz muss aufgefrischt werden. (Bild: Matthias Piazza (30. Juli 2018))

Die Kopfsteinpflasterung auf dem Stanser Dorfplatz muss aufgefrischt werden. (Bild: Matthias Piazza (30. Juli 2018))

Der Stanser Dorfkern ist ein Ortsbild von nationaler Bedeutung und gehört entsprechend zum Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Gebäude, sondern auch die schöne Kopfsteinpflästerung auf dem Dorf- und Rathausplatz gehört dazu. Diese bekommt nun eine Wiederauffrischung.

Erstellt wurde die Pflästerung 2003, die Asphaltfläche des Strassenraums wurde damals entfernt und mit einheimischen Guber-Steinen ersetzt. Für die Fussgängerbereiche wählte man mit der Reihenpflästerung eine historische Art, die der Entstehungszeit des Dorfplatzes entspricht. Im Strassenraum kam die Bogenpflästerung zum Zug, weil sich bei dieser Art die Steine verkeilen und daher dem Verkehr besser standhalten.

Gemeinsam ist den Pflästerungsarten aber, dass die Fugen zwischen den Steinen mit Sand gefüllt werden. Im Lauf der Jahre wird der Sand durch Regenwasser weggespült. Und auch das Putzen des viel genutzten Platzes mit den Reinigungsmaschinen hat über die vergangenen Jahre Spuren hinterlassen. «Weil der Sand in den Fugen teilweise fehlt, ist die Stabilität der Steine nicht mehr genügend gewährleistet», sagt Sarah Odermatt, Stanser Gemeinderätin im Ressort Tiefbau. «Eine Pflästerung braucht Pflege, das Nachsanden ist eine normale Unterhaltsmassnahme.»

Pflastersteine werden nicht entfernt

In zwei Etappen vom 20. August bis zum 21. September und vom 21. September bis zum 19. Oktober werden die Unterhaltsarbeiten auf dem Dorf- und Rathausplatz inklusive der Treppe entlang der Kirchenmauer durchgeführt. Die Fugen zwischen den Steinen werden wieder mit Sand gefüllt. Die Pflastersteine selber müssen dafür nicht entfernt werden. «Es gibt keine grossen Baustellen, sondern die Arbeitsbereiche werden mit Abschrankungen gesperrt und die Arbeiter vor Ort sorgen für Sicherheit», betont Sarah Odermatt. Einzig bei der Treppe, die entlang der Kirchenmauer die Nägeligasse mit dem Dorfplatz verbindet, werden neue Guber-Pflastersteine verlegt. Hier besteht noch eine alte Pflästerung, die in die Jahre gekommen ist und viele Stolperfallen birgt.

Zum Projekt gehört auch die Entwässerung. «Einige Schachtdeckel sind abgesunken und daher nicht mehr niveaugleich zur Strasse, was auch zu Lärm führt. Sie werden deshalb angepasst oder ersetzt», sagt Sarah Odermatt.

Das ganze Unterhaltsprojekt kostet rund 80000 Franken, fast die Hälfte davon entfällt auf die neue Pflästerung bei der Treppe entlang der Kirchenmauer.

Die Gemeinde hat bereits Mitte Juli Anwohner, Grundeigentümer und Gewerbetreibende informiert und mitgeteilt, dass die Durchfahrt jederzeit gewährleistet ist. Um den Baufortschritt zu optimieren, werden vom Werkdienst jeweils Teilgebiete oder einzelne Parkplätze für kurze Zeitabschnitte gesperrt. Man habe soweit möglich, mit der Anwohnerschaft nach guten Lösungen gesucht. «Bei einem Restaurant haben wir zum Beispiel abgemacht, dass dessen Platz für die Aussenbestuhlung gemacht wird, wenn das Restaurant Wirtesonntag hat», erzählt Sarah Odermatt.

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