Auf den Nidwaldner Schlüssel folgt der Hochsitz

Auch die Iheimisch 2019 erhält ihr Wahrzeichen. Eine Interessengemeinschaft aus Korporationen, Wald Nidwalden, der Pro Holz sowie Tourismus und Bauernverband erstellt einen zehn Meter hohen Hochsitz.

Martin Uebelhart
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So stellen sich die Initianten den Hochsitz an der Iheimisch vor. (Visualisierung: PD)

So stellen sich die Initianten den Hochsitz an der Iheimisch vor. (Visualisierung: PD)

Ein Blickfang für die kantonale Gewerbeausstellung Iheimsch 2019 (30. Mai bis 2. Juni) soll der Hochsitz aus Holz werden. Die Konstruktion gelte einerseits als Symbol für den unternehmerischen Weitblick, andererseits als Zeichen für die wichtige Zusammenarbeit der naturverbundenen Branchen, schreibt die IG Natur- und Erlebniswelt in einer Mitteilung. Ihr gehören die Vereinigung der Nidwaldner Korporationen, Wald Nidwalden, Pro Holz Unterwalden, der Patentjägerverein Nidwalden, Nidwalden Tourismus und der Bauernverband Nidwalden an.

Vor bald sieben Jahren war es ein riesiger Schlüssel, den die Vereinigung der Nidwaldner Korporationen zusammen mit dem Waldwirtschaftsverband, Pro Holz Unterwalden, verschiedenen touristischen Unternehmen und dem Bauernverband auf die Beine stellte. Er trug die bisher letzte Iheimisch über die Kantonsgrenzen hinaus und wurde zum Symbol einer wortwörtlich «grossartigen» Gewerbeausstellung. Die Fussstapfen seien denn auch gross, in welche die Organisatoren des Natur- und Erlebniszeltes traten, räumt die IG ein. Nichtsdestotrotz hätten sich die Parteien zusammengefunden, um erneut Akzente zu setzen. «Ihnen war jedoch von Beginn an klar, dass der Schlüssel in Sachen Grösse und Ausstrahlungskraft nicht zu übertrumpfen sein wird», sagt Philipp Zumbühl von der IG.

Relikt einer hölzernen Kugelbahn

Eher per Zufall entstand dann eine andere Idee. Im frühen Stadium der Planungsarbeiten habe das OK der Iheimisch die Vision einer Kugelbahn präsentiert. Nicht nur die «Hölzigen» hätten die Idee gut gefunden, so die Mitteilung weiter. Darum hätten sich die Vertreter des Natur- und Erlebniszeltes noch an derselben Sitzung entschieden, den Start dieser Kugelbahn zu markieren. Da dieser vorzugsweise etwas erhöht ist und der Patentjägerverein 2019 sein 100-Jahr-Jubiläum feiert, war auch klar, was es werden soll: Ein Hochsitz. «Die Vision der Kugelbahn musste beerdigt werden», hält Philipp Zumbühl fest. «Die Platzverhältnisse auf dem Ausstellungsgelände liessen die Umsetzung der Idee nicht zu», sagt er auf Nachfrage. Was aber standgehalten habe, sei der Hochsitz. Vom Forst geschlagen, von den Hölzigen und den Jägern gestellt, im Land des Erlebnisbauernhofs aufgestellt und schliesslich vom Tourismus betrieben. In diesem Sinne symbolisiere der Hochsitz auf einzigartige Art und Weise, wie Zusammenarbeit in den naturverbundenen Branchen funktionieren kann.

Die zehn Meter hohe Plattform kann mittels einer Leiter bestiegen werden. So kann der Iheimisch-Besucher einen Blick über das Ausstellungsgelände auf dem Flugplatz Buochs erhaschen. Und auch für einen Abgang der besonderen Art ist gesorgt: Am Hochsitz wird ein Seil befestigt, mit welchem man zum angrenzenden Hügel hinuntersausen kann. Die Abenteuerfirma Outventure betreibt den Hochsitz und garantiert, dass jeder wieder heil zurück auf befestigten Grund kommt.

Einzig die Finanzierung des Hochsitzes, der mit Aufbau, Betrieb und Abbau rund 54000 Franken kostet, sei ein echter Hosenlupf, so die IG weiter. Doch die Organisatoren des Natur- und Erlebniszeltes seien auf gutem Weg, den Aufwand dank umfassenden Eigenleistungen stemmen zu können – damit die Iheimisch wiederum ein Wahrzeichen bekomme. Diesmal eines zum Anfassen und Erleben.