Auslegeordnung soll Bestvariante für Radweg nach Dallenwil zeigen

Ein Postulat soll Klarheit in die Linienführung des Radwegs von Wil nach Dallenwil bringen.

Philipp Unterschütz
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Der beliebte Radweg auf dem Damm entlang der Engelberger Aa bei Büren.

Der beliebte Radweg auf dem Damm entlang der Engelberger Aa bei Büren. 

Philipp Unterschütz/Nidwaldner Zeitung (11. März 2020)

Mit der Zustimmung zum Budget 2020 gab der Nidwaldner Landrat im November 2019 auch grünes Licht für einen Kredit von 40000 Franken für die Vorplanung des Radwegs Oberdorf Wil–Dallenwil. Dieser ist auch im Radwegkonzept enthalten, das bereits 2008 verabschiedet wurde.

Noch 2018 hatte der Landrat den Kredit aus der Investitionsrechnung gestrichen. Mittlerweile ist bereits der Kreisel Büren im Bau und im Zuge dieses Projekts wurde auch der Radweg diskutiert und am Kreisel werden Anschlüsse dafür erstellt. Heftig diskutiert wurde dabei über die Breite von 2,5 oder 2 Metern.

Der Regierungsrat soll nun für den Radweg Wil–Dallenwil eine Auslegeordnung machen. Dies verlangt ein Postulat der drei Landräte Armin Odermatt (SVP, Büren), Iren Odermatt (FDP, Dallenwil), Otmar Odermatt (CVP, Wolfenschiessen) und 22 Mitunterzeichnern vom 12. Februar. «Wir möchten erreichen, dass der Nutzen und die Kosten von verschiedenen Möglichkeiten, die wir da haben, einander gegenüber gestellt werden können, bevor die Vorplanung an einer Variante gemacht wird», erklärt Landrat Armin Odermatt auf Anfrage. Es interessiere auch, wie viele Velofahrer täglich auf der Strecke zwischen Oberdorf und Dallenwil verkehren würden. «Eine Verkehrszählung schafft hier Klarheit», heisst es im Postulat.

Was ist auf dem Dammweg rechtlich möglich?

Man habe bezüglich des Radwegs auch bereits mit dem Amt für Mobilität Gespräche geführt, erklärt Armin Odermatt. Dabei sei auch die Rede von einem Radweg mit Grünstreifen gewesen. «Ich würde eher eine Strassenverbreiterung mit gekennzeichneten Radweg bevorzugen», sagt Armin Odermatt. Dabei gehe es insbesondere um die Frage, wie viel Kulturland benötigt werde.

Damit man diese verschiedenen Varianten beurteilen könne, brauche es solche Informationen und auch Kostenvergleiche. Berücksichtigt werden solle dabei auch, dass auch eine möglich Temporeduktion von 80 auf 60 km/h im Raum stehe, die wohl ebenfalls Einfluss auf die Gestaltung des Velowegs hätte. Wieder ins Spiel bringt das Postulat auch den Aawasserdamm, der heute von vielen Velofahrern benutzt wird. Die Postulanten verlangen, dass die Regierung aufzeigt, wie der Dammweg angepasst werden müsste, «damit der Winterdienst gewährleistet und er allenfalls als offizieller Veloweg genutzt werden könnte».

Armin Odermatt ist klar, dass der Gewässerraumschutz eine solche Lösung eventuell gar nicht zulasse. «Um den Befürwortern dieser Variante und der Bevölkerung aufzeigen zu können, warum das allenfalls so ist, möchten wir mit dem Postulat eine begründete Antwort der Regierung erreichen.»

Im März erfolgt Zählung des Langsamverkehrs

Beim Amt für Mobilität hat man Kenntnis vom Postulat. Die gewünschten Informationen werden aktuell bereits zusammengetragen. Einiges liege aufgrund der Vorabklärungen für die Verbesserung des Langsamverkehrs von Wil Oberdorf bis zum Kreisel Büren bereits vor, sagt Kantonsingenieurin Stephanie von Samson. «Bezüglich der Tempolimiten auf der Strecke zwischen Oberdorf und Dallenwil haben wir schon ein Gutachten in Auftrag gegeben. Verkehrszählungen von Velos und Fussgängern werden ebenfalls im März folgen», so Stephanie von Samson.

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