AUSSTELLUNG: Engelberg, Ob- und Nidwalden beleuchten Dreiecksbeziehung

Vier Nid- und Obwaldner Museen zeigen eine Sonderausstellung zu den beiden halben Kantonen, die nie ein Ganzes bildeten, und zum Sonderfall Engelberg. Das Dorf feiert dieses Jahr 200 Jahre Zugehörigkeit zu Obwalden. Am 30. Mai findet eine Doppelvernissage statt.

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Ein Blick auf Engelberg Dorf. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Ein Blick auf Engelberg Dorf. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Das Verhältnis zwischen den Nachbarkantonen Nid- und Obwalden sei kompliziert, schreibt die Nidwaldner Bildungsdirektion am Donnerstag in einer Medienmitteilung zur Ausstellung.

Kompliziert vielleicht, weil die Beziehungen der Unterwaldner jahrhundertelang angespannt waren. Oder, weil Engelberg als Exklave von Obwalden nicht bloss als Anhängsel gelten will. 1815 hatte sich Engelberg nach nur zwölf Jahren von Nidwalden getrennt und ist seither die siebte Gemeinde des Nachbarkantons Obwalden.

Zum Jubiläum "200 Jahre Engelberg bei Obwalden" sind zahlreiche Anlässe geplant. Unter anderem entwickelten die vier Museen von Nid- und Obwalden - das Salzmagazin in Stans, das Talmuseum Engelberg, das Historische Museum Obwalden in Sarnen und das Museum Bruder Klaus in Sachseln - die Sonderausstellung "Dreiecksgeschichte - Engelberg, Nidwalden, Obwalden".

Die Ausstellung befasst sich unter anderem mit der gemeinsamen Geschichte der beiden Kantone. Zu sehen ist aber auch eine Sammlung von Fotos, welche die Ausstellungsmacher unter dem Motto "Zeig mir deinen Lieblingsort in Unterwalden" lanciert hatten.

Diesem Aufruf seien rund 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefolgt, heisst es in der Mitteilung. Eingereicht wurden 240 Fotos, Videos und Kunstwerke.

Die Doppelvernissage beginnt am 30. Mai im Salzmagazin in Stans und führt ins Talmuseum Engelberg. Die Ausstellung dauert bis Anfang November.

HINWEIS
Weitere Informationen: www.nidwaldner-museum.ch oder unter www.engelbergbeiobwalden.ch

 

sda