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Ausstellung in Beckenried: Künstlerin lässt sich am liebsten gleiten

Am Samstag beginnt in der Ermitage eine Ausstellung von Rita Bosshard mit fast 100 Werken. Zu entdecken ist Zeichenhaftes und auch die asiatische Kunst.
Ruedi Wechsler
Eine vielseitige Künstlerin stellt aus: Rita Bosshard präsentiert in der Ermitage ihre Werke. (Bild: Ruedi Wechsler (Beckenried, 19. März 2019))

Eine vielseitige Künstlerin stellt aus: Rita Bosshard präsentiert in der Ermitage ihre Werke. (Bild: Ruedi Wechsler (Beckenried, 19. März 2019))

Die bekannte Stanser Künstlerin Rita Bosshard ist kurz vor der Vernissage vom Samstag im Ausstellungsraum in der Ermitage mit den letzten Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. An den Wänden und Stelen werden die letzten Bilder montiert. Das Ausstellungskonzept erzeugt ein kleines Labyrinth und die Stelen wirken wie eingebaute Säulen.

Rita Bosshard ist in Zürich geboren. Schon als Kind waren Zeichnen, Malen und Musik ihre Lieblingsfächer. «Mein Vater war ein künstlerisch begabter Mensch und hat viel gemalt. Das war meine Inspiration und mit dem Farbstift habe ich enorm viel gezeichnet», sagt die ausgebildete Primar- und Musiklehrerin. Dazu war sie noch Familienfrau und hat drei Söhne.

Gestaltung der Schrift ist «gut für das Auge»

In den Achtzigerjahren suchte sie nach Möglichkeiten, das gestalterische Flair zu fördern. Bosshard belegte Privatunterricht bei den Grafikern und Kunstmalern Peter Friedli und Hans Hagmann. Beim bekannten Schriftgestalter und Typografiker André Gürtler, an der Schule für Gestaltung in Basel, folgte über mehrere Jahre die Ausbildung in Kalligrafie. «Das Gestalten der Schrift ist herausfordernd, vielfältig und zugleich eine gute Schulung fürs Auge», erzählt Rita Bosshard. «Ich hatte einen ganz guten Lehrer, der nichts vormachte, sondern nur Impulse vermittelte», ergänzt die Künstlerin. Sie war mehrere Jahre Mitglied der Fachkommission der Schweizerischen Kalligrafischen Gesellschaft (SKG). Dazu kamen Teilnahmen an Seminaren bei international bekannten Kalligrafen (unter anderen bei Jean Larcher in Paris).

Seit bald vier Jahren ist sie zusammen mit andern Teilnehmern zum Reformationsjubiläum im Kloster Kappel am Albis Mitabschreiberin der Bibel. Pro Tag schafft Rita Bosshard ein Blatt. Seit 1991 organisiert und gestaltet die leidenschaftliche Malerin diverse Ausstellungen. So zum Beispiel in Zürich, Basel, Bern, Ponte Tresa, Luzern und Giswil. «Die Ausstellungen im Bootshaus Kastanienbaum, kombiniert mit dem Sommerfest, und in der Sust in Stansstad bleiben unvergessen», schwärmt Bosshard. Für die Musiklehrerin ist ihre erstmalige Ausstellung in der Ermitage in Beckenried eine Heimkehr, unterrichtete sie doch viele Jahre an der Musikschule Beckenried. «Experimentieren mit verschiedenen Materialien gehört für mich fast zum Alltag. Pulverfarben, Kreide, Tusche, Farbstifte, Tinte, Bleistift und Acryl sind die meist verwendeten Materialien für meine Werke», ergänzt die erwartungsfrohe Künstlerin.

Sie habe keinen speziellen Stil, sondern lasse sich gleiten nach Lust und Laune. Bosshard zeigt Arbeiten, die in den letzten Jahren entstanden sind. Aus der Stille verführen die Materialien in einen unendlich vielfältigen Prozess. Die Bilder entstehen. Holzschnitte mit Pigmentfarben, Flächen in Kreide, Zeichenhaftes in Tusche und Tinte, Farb- und Bleistift. Diese Ausstellung ist ein Muss für jeden Kunstliebhaber.

Vernissage: Samstag, 23. März, 17 Uhr. Einführung und Musik: Anita Lussi-Balbi und Kurt Jakob Rüetschi. Ausstellung dauert bis 7. April. Die Künstlerin ist immer anwesend.

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