Auszeichnungen

Albert Koechlin Stiftung ehrt Zentralschweizer Samariter, Wanderwege und Clubhüüs Erstfeld

Sie setzen sich ehrenamtlich für die Gesellschaft ein. Dafür wurden Vereine und Organisationen wieder mit dem Albert-Koechlin-Anerkennungspreis ausgezeichnet. Darunter auch Samariter und die fünf Innerschweizer Wanderweg-Vereine.

Matthias Piazza
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Den Anerkennungspreis der Albert Koechlin Stiftung für den Samariterverband Unterwalden über 15'000 Franken nahmen stellvertretend Roland Zeidler und Sonja Wiget entgegen.

Den Anerkennungspreis der Albert Koechlin Stiftung für den Samariterverband Unterwalden über 15'000 Franken nahmen stellvertretend Roland Zeidler und Sonja Wiget entgegen.

Bild: PD

«Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich war mit ganz anderen Dingen beschäftigt, als ich aus heiterem Himmel ein Telefon von der Albert Koechlin Stiftung erhielt», erinnert sich Roland Zeidler, Präsident des Samariterverbands Unterwalden. Der Verband mit 16 Ob- und Nidwaldner Samaritervereinen und dem Seelisberger Verein mit gesamthaft etwa 700 Mitgliedern erhielt den mit 15'000 Franken dotierten Anerkennungspreis, desgleichen die Samariterverbände von Uri, Schwyz und Luzern. «Der Preis ist für uns eine Wertschätzung für unser ehrenamtliches Engagement, das von der Öffentlichkeit oft unerkannt bleibt, sei es an einem Fest oder sonst einem Anlass.» Mit dem wertvollen Zustupf von 15'000 Franken seien nun neue Projekte möglich. Konkrete Pläne habe man allerdings noch nicht.

Auch dafür sorgt der Verein Nidwaldner Wanderwege: ein sauber hergerichteter Wanderweg oberhalb Alpgschwänd auf der Route Hergiswil–Pilatus.

Auch dafür sorgt der Verein Nidwaldner Wanderwege: ein sauber hergerichteter Wanderweg oberhalb Alpgschwänd auf der Route Hergiswil–Pilatus.

Bild: PD

«Die kantonalen Samariterverbände leisten zusammen mit den lokalen Samaritervereinen und den Samariter-Jugendgruppen einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft», begründet die Albert Koechlin Stiftung in ihrer Medienmitteilung vom Donnerstag ihre Wahl des Preisträgers. «Mit ihrem Sanitätsdienst sorgen sie dafür, dass Verunfallte und Erkrankte bei gesellschaftlichen, sportlichen und kommerziellen Anlässen rasch Erste Hilfe und fachkundige Unterstützung erhalten, und organisieren lokale Blutspendeaktionen», heisst es weiter. Mit Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein erfüllten sie humanitäre Aufgaben im Sinne des Rotkreuz-Gedankens. Und während der Coronapandemie unterstützten sie Menschen, die zur Risikogruppe gehörten oder wegen Quarantäne das Haus nicht verlassen dürfen.

Einen Anerkennungspreis von je 10’000 Franken erhielten die fünf Innerschweizer Wanderweg-Vereine. Dies, weil sie ein flächendeckendes, attraktives, naturbelassenes und sicheres Wanderwegnetz fördern, begründet die Stiftung. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden des jeweiligen Kantons kontrollieren die fünf Vereine mit insgesamt über 5900 Aktivmitgliedern jede Wanderroute regelmässig und halten die Signalisation in Schwung.

Die Vertreterinnen und Vertreter der fünf Innerschweizer Wanderweg-Vereine mit den Urkunden und Checks.

Die Vertreterinnen und Vertreter der fünf Innerschweizer Wanderweg-Vereine mit den Urkunden und Checks.

Bild: PD

«Dank ihrem Engagement kann die Bevölkerung jederzeit ein bestens ausgebautes und sicheres Wanderwegnetz geniessen und beim Wandern in der Natur Kraft tanken», heisst es in der Mitteilung weiter.

Überreichung des Checks über 10'000 Franken an die Nidwaldner Wanderwege.

Überreichung des Checks über 10'000 Franken an die Nidwaldner Wanderwege.

Bild: PD

«Diese Anerkennung und Wertschätzung für unsere Arbeit erfüllt uns mit grosser Freude», sagt dazu Hans Graber, Präsident des Vereins der Nidwaldner Wanderwege. Das Preisgeld von 10'000 Franken komme gerade zur richtigen Zeit:

«Die Gemeinden erneuern
die morschen Bänkli
und bringen die Feuerstellen
wieder auf Vordermann.
Wir beteiligen uns an den Kosten.»

30'000 Franken fürs Clubhüüs in Erstfeld

Ein mit 30'000 Franken dotierter Anerkennungspreis wird dem Verein für begleitetes Wohnen für Jugendliche in Uri für das Clubhüüs in Erstfeld zuerkannt. Das Clubhüüs steht jungen Menschen offen, die in einer schwierigen Lebenslage Halt in einer Wohngemeinschaft suchen. Im Clubhüüs bieten Martin Kopp und sein Team jungen Menschen Hilfe, die eine Lehrstelle suchen, vor schwierigen Entscheidungen stehen, in der Schule Unterstützung brauchen oder in Lebensfragen weiterkommen wollen.

Die geehrten Geehrten des Clubhüüs Erstfeld anlässlich der Verleihung des Albert-Koechlin-Anerkennungspreises; von links: Nico Forrer, Claudia Bisle, Irma Bühler und Initiator Martin Kopp.

Die geehrten Geehrten des Clubhüüs Erstfeld anlässlich der Verleihung des Albert-Koechlin-Anerkennungspreises; von links: Nico Forrer, Claudia Bisle, Irma Bühler und Initiator Martin Kopp.

Bild: PD

«Die Jugendlichen finden im Clubhüüs Zuflucht, und es ist ein Ort, an dem sie wohnen, Rat holen und Teil einer Gemeinschaft sein dürfen. Sie erleben Menschlichkeit und Vertrauen und finden so Halt, Kraft und Unterstützung für ihren weiteren Weg», begründet die Albert Koechlin Stiftung. Martin Kopp, Leiter und Initiant des Clubhüüs, das sich im Wesentlichen aus Spenden finanziert:

«Diese grosse Geldsumme ermöglicht uns, weiterhin jungen Leuten den Besuch von Kursen zu finanzieren und professionelle Hilfe bieten zu können.»