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Autofahrer reagierten beim Brand auf der A2 für die Polizei rätselhaft

Mitten im Stau, der sich am Montagabend nach einem Unfall auf der A2 mit einem Milchtransporter kurz vor dem Spiertunnel in Richtung Luzern gebildet hat, begann das Auto einer Lenkerin plötzlich zu brennen. Die Autofahrer reagierten nicht so, wie es die Polizei gerne hätte.
Das ausgebrannte Auto erlitt Totalschaden. (Bild: Kapo Nidwalden, 4. Mai 2018)

Das ausgebrannte Auto erlitt Totalschaden. (Bild: Kapo Nidwalden, 4. Mai 2018)

Das Auto erlitt Totalschaden. Verletzt wurde gemäss Polizeiangaben niemand. Im hinteren Teil des Tunnels vor der Ausfahrt in den Verbindungstunnel Richtung Obwalden hätten die Automobilisten nicht auf den polizeilichen Aufruf reagiert, die Fahrzeuge unverzüglich zu verlassen, sagte eine Augenzeugin gegenüber unserer Zeitung. Rund zehn Minuten später seien dann die Autos via Verbindungstunnel nach Alpnach und von dort zurück in Richtung Luzern geleitet worden.

Stephan Stadelmann, der den Einsatz in der Leitzentrale der Nidwaldner Kantonspolizei koordinierte, bestätigt die Beobachtung. «Warum die Automobilisten nicht auf unseren Aufruf via Radio reagiert haben, können wir uns auf den ersten Blick auch nicht erklären.» Auch in der Nähe des Brandherdes seien die Autofahrer eher zögerlich in die Schutzräume gegangen. «Unsere Patrouille war rasch vor Ort und hat dann die Lenker aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.» Stadelmann schätzt aufgrund von Videobildern, dass über 50 Leute sich eine gute Stunde in den Schutzräumen aufgehalten hätten. «Noch viel mehr Sorgen machen uns allerdings jene Automobilisten, die trotz roter Ampeln noch am brennenden Fahrzeug vorbeigefahren sind».

Das Komplett ausgebrannte Auto. (Bild: Kapo Nidwalden, 4. Mai 2018)

Das Komplett ausgebrannte Auto. (Bild: Kapo Nidwalden, 4. Mai 2018)

Bei so einem Ereignis schaue die Polizei zudem, dass möglichst schnell eine Rettungsgasse entsteht. «Das kann im Tunnel, wenn etwa ein Auto neben einem Lastwagen steht, etwas schwierig werden», räumt Stadelmann ein. Wenn man in den Schutzraum gehe, sei zudem wichtig, den Autoschlüssel stecken zu lassen. «So kann die Polizei die Fahrzeuge im Notfall bewegen», so Stadelmann. Der Autobahntunnel konnte um 22.20 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Zur Ereignisbewältigung und anschliessenden Instandstellung der Tunnel-Infrastruktur war die Kantonspolizei Nidwalden mit mehreren Patrouillen, die Stützpunktfeuerwehr Stans mit 30 Feuerwehrleuten, mehrere Mitarbeiter der Zentras sowie ein Abschleppunternehmen vor Ort. (pd/zim/mu)

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