In fast sieben Stunden über 2000 Mal geblitzt – Autofahrer drücken bei A2-Baustelle in Hergiswil aufs Gas

Zu viele Autofahrer foutieren sich bei der Baustelle auf der A2 in Hergiswil um die Tempobeschränkung. Innert fast sieben Stunden fuhren 40 Prozent der Autos zu schnell.

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(sda/mu) Eine Radarkontrolle der Kantonspolizei Nidwalden ergab, dass 39 Prozent der Fahrzeuge schneller als mit den erlaubten 60 km/h unterwegs waren. Die Tempokontrolle war am Mittwoch durchgeführt worden, nachdem festgestellt worden war, dass vermehrt die signalisierte Höchstgeschwindigkeit nicht eingehalten wurde. Während über sechs Stunden passierten 5750 Fahrzeuge die Messstelle, 2240 waren zu schnell unterwegs. Die beiden schnellsten Autofahrer waren mit 111 km/h, respektive 112 km/h unterwegs.

Baustelle auf der A2 bei Hergiswil

Baustelle auf der A2 bei Hergiswil

Bild: Corinne Glanzmann (Hergiswil, 17. September 2019)

Diese Zahlen seien bedenklich, schreibt die Polizei in einer Mitteilung vom Freitag. Die Autofahrer müssten deswegen in Zukunft mit weiteren Kontrollen rechnen.

Warum die Geschwindigkeitsbegrenzung auf einmal nicht mehr so gut eingehalten werde, sei schwierig zu sagen, hält Pascal Bryner, Pikettchef der Verkehrs- und Sicherheitspolizei, auf Anfrage fest. Es müsse jeder einzelne Verkehrsteilnehmer in die Verantwortung gezogen werden, sich an die signalisierten Regeln zu halten. «An der Ausgangslage für die Geschwindigkeitsbeschränkung hat sich nichts geändert», sagt er. Mit dem Tempolimit 60 sollen die Arbeiter, die in engen Platzverhältnissen tätig seien, geschützt werden, aber auch die Verkehrsteilnehmer. Müsse ein Fahrzeug von der Autobahn in die Baustelle fahren oder diese wieder verlassen, könnten hohe Geschwindigkeiten einzelner Autos gefährlich werden. Zudem wirkten sich Unfälle auf diesem Autobahnabschnitt gravierend auf den Verkehr aus, so die Mitteilung weiter.