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Landabtausch führte in Hergiswil zu Diskussionen

An der Gemeindeversammlung von gab es unerwartet kritische Denkanstösse und Vorschläge. Finanzchef Alfonso Ventrone wurde mit Applaus verabschiedet. Die Planungskredite für den Steinibach wurden angenommen.
Kurt Liembd
Das uralte Bachbett des Steinibachs in Hergiswil zwischen Allmendli und Seemündung soll renatuiert werden. (Bild: Kurt Liembd, 16. Mai 2018)

Das uralte Bachbett des Steinibachs in Hergiswil zwischen Allmendli und Seemündung soll renatuiert werden. (Bild: Kurt Liembd, 16. Mai 2018)

Etwas untergegangen ist im Vorfeld der Versammlung vom Dienstag der Antrag des Gemeinderats zur Umgestaltung des Schulhausplatzes Dorf. Er will den Pausenplatz rund ums Dorfschulhaus für 300 000 Franken aufwerten und verschönern, mit einer Arena, neuen Spielgeräten und Bäumen auf der Seeseite. Gemeinderat Walter Mösch begründete die Vorteile und ging auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ein. Dies war für einige zu wenig. Martin Blättler, Präsident der CVP, machte den Vorschlag, in die Umgestaltung einen Velo-Verkehrsgarten zu integrieren. Damit meinte er eine Schulungsanlage, wo Velofahren auf Strassen ohne Autos geübt werden kann. Gemeindepräsident Remo Zberg reagierte positiv: «Das ist ein berechtigtes Anliegen, das wir gerne aufnehmen».

Landabtausch ein schlechter Handel?

Kritische Worte gab’s zum Landabtausch mit der Zentralbahn. Dieser ist notwendig im Hinblick auf die Wiedereröffnung der Haltestelle Matt im Dezember 2019. David Legrand, der kürzlich als Gemeinderat kandidierte, bezeichnete dies als «schlechten Handel». Er schlug vor, die Buslinie von Horw nach Hergiswil wieder zu aktivieren. Eine solche bestand bereits von 1933 – 1964. Seinen Vorschlag bezeichnete Legrand als «echte Alternative» zur Idee, Matt schnell wieder zu eröffnen. Dabei plädierte er für Parallelverkehr mit Bus und Bahn, wie es andernorts in der Schweiz Standard sei, etwa auf den Strecken Stans-Stansstad oder Alpnach-Sarnen.

Gemeindepräsident Zberg gab zu bedenken, dass die Zentralbahn die Gemeinde bei einem Nein zum Landabtausch wohl enteignen würde. Zudem gab er ein Bekenntnis ab: «Der Tunnel zwischen den beiden Bahnhöfen ist nicht gestorben». Das Projekt müsse nur in Bern in den richtigen Finanztopf kommen. Das Geschäft wurde dann mit 194 zu 4 Stimmen gutgeheissen.

Burim Kukeli ist in Hergiswil eingebürgert worden (Bild: Corinne Glanzmann)

Burim Kukeli ist in Hergiswil eingebürgert worden (Bild: Corinne Glanzmann)

Letztlich wurden alle Geschäfte gutgeheissen. Die über 200 Stimmbürger sagten Ja zur Einbürgerung einer Filipina und eines Kosovaren in der Person von Fussballer Burim Kukeli. Genehmigt wurde auch die Rechnung, die mit einem Gewinn von 1,6 Millionen abschliesst. Finanzchef Alfonso Ventrone wurde nach der Präsentation seiner letzten Rechnung als Gemeinderat mit Applaus verabschiedet. Weiter beschlossen wurden die Umgestaltung des Schulhausplatzes Dorf, ein Landabtausch mit der Zentralbahn und zwei Planungskredite für den Steinibach, unter anderem die Renaturierung vom Parkhaus Allmendli bis zum Seeufer. Die Rechnung der Kirchgemeinde mit einem Plus von 474 000 Franken wurde genehmigt.

Neue Gesichter bei der Kirchgemeinde

An der Kirchgemeindeversammlung wurde für den zurücktretenden Ernst Schmidiger neu Monika Dudle-Ammann in den Grossen Landeskirchenrat gewählt. Schon vor längerer Zeit wurde Nadja Rogenmoser als Ersatz für Ruth Purtschert in den Kirchenrat gewählt. Ruth Purtschert war acht Jahre Kirchenrätin und wurde gebührend verabschiedet. (KL)

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