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Bahnausbau: Zentralbahn rüstet sich für die Zukunft

Ab 2030 sollen die Züge im Halbstundentakt nach Engelberg fahren. Doch nicht nur deswegen will die Zentralbahn einen Abschnitt in Oberdorf und bei Alpnach auf Doppelspur ausbauen.
Matthias Piazza
Zugskomposition unterwegs von Engelberg nach Luzern, kurz vor Stans. (Manuela Jans-Koch, Stans, 23. Juni)

Zugskomposition unterwegs von Engelberg nach Luzern, kurz vor Stans. (Manuela Jans-Koch, Stans, 23. Juni)

Zwischen Hergiswil und Engelberg ist die Bahnstrecke einspurig. Die Züge kreuzen an den Bahnhöfen Stans, Dallenwil und Wolfenschiessen. Mit stündlich nur je einem Interregio Luzern–Engelberg und einer S-Bahn Luzern–Wolfenschiessen funktioniert das gut. In Zukunft wird die Infrastruktur aber nicht mehr genügen. Im Dezember 2030 will die Zentralbahn zwischen Luzern und Engelberg den Halbstundentakt einführen – mit Interregios ab Luzern um x.10 und x.39 Uhr und dem ersten Halt in Hergiswil beziehungsweise Stansstad.

«Das macht Kreuzungen nördlich von Dallenwil nötig, da sonst der Fahrplan nicht mehr aufgeht», erklärt Gunthard Orgl­meister, Leiter Infrastruktur der Zentralbahn (ZB). Die Begegnung zweier entgegenkommender Interregio-Züge wird sich nach Oberdorf verschieben. Im Staldifeld ausserhalb des Siedlungsgebietes ist darum ein rund 500 Meter langer Doppelspur-abschnitt geplant, damit die Interregios aus Luzern ohne Halt mit den entgegenkommenden Zügen kreuzen können.

Umsteigen wird erleichtert

«Damit kommen wir der gestiegenen Nachfrage auf dem Engelberger Ast nach», hält Orglmeister fest. Auf diesem Abschnitt nahm die Zahl der Fahrgäste innert eines Jahres um 1,9 Prozent zu und kletterte auf 1,6 Millionen im Jahr 2017. «Mit dem Halbstundentakt erfüllen wir auch einen Wunsch der Gemeinde Engelberg und der Tourismusregion Engelberg-Titlis nach einer besseren Verbindung nach Luzern.»

Weitere Doppelspurinseln sind zwischen Alpnach und Kägiswil sowie in Niederried am Brienzersee geplant. Die drei zusätzlichen Doppelspurabschnitte erlauben eine neue Fahrplangestaltung und damit nicht nur mehr Züge, sondern auch ein einfacheres Umsteigen. «Jeder zweite Interregio aus Engelberg wird in Hergiswil dereinst halten können, ebenso der stündliche Interregio Luzern–Interlaken Ost. Die Fahrgäste aus dem Engelbergertal können damit bequem in Hergiswil umsteigen, wenn sie Richtung Brünig wollen», erklärt Gunthard Orglmeister.

Bisher liegt laut Orglmeister allerdings erst eine Machbarkeitsstudie vor, nach einer ersten Schätzung dürften die Kosten für die drei Inseln und weitere Massnahmen rund 30 Millionen Franken betragen. Sie würden vollständig vom Bund bezahlt im Rahmen des Bahnausbauschrittes 2035, über den das eidgenössische Parlament im nächsten Jahr berät. Mit der schweizweiten Verbesserung der Bahninfrastruktur für 11,9 Milliarden Franken will man der steigenden Nachfrage gerecht werden. Sollten die eidgenössischen Räte grünes Licht geben – und davon geht Orglmeister aus –, würde die Zentralbahn mit der Projektierung starten, die Perimeter definieren und Verhandlungen mit Grundstückeigentümern für den Landerwerb aufnehmen. Kurze Streckensperrungen werden unumgänglich. So bald wird man aber nicht auf Bahnersatzbusse umsteigen müssen. Gunthard Orgl­meister rechnet mit der Realisierung frühestens 2024.

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