Bahnhof Stans erhält zweistöckige Velostation

Die Veloabstellplätze bei den Postauto-Perrons werden erweitert und um eine geschlossene Velostation ergänzt. Gemeinde, Kanton und Zentralbahn investieren dafür 350'000 Franken.

Martin Uebelhart
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Permanent überbelegt: Veloparking beim Bahnhof Stans. Das Baugespann für den Ausbau steht bereits. (Bild: Dominik Wunderli, 13. März 2019)

Permanent überbelegt: Veloparking beim Bahnhof Stans. Das Baugespann für den Ausbau steht bereits. (Bild: Dominik Wunderli, 13. März 2019)

Der überdachte Veloparkplatz in der Postautowendeschlaufe beim Bahnhof Stans ist beliebt. Die Nutzung der Veloabstellplätze habe in den vergangenen Jahren generell kontinuierlich zugenommen, sagt Hanspeter Schüpfer, stellvertretender Leiter des Amts für Mobilität. «Zählungen haben ergeben, dass der Veloabstellplatz neben den Postautohaltestellen mit 124 Plätzen besonders gut genutzt wird», sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. «Er ist bis zu 120 Prozent ausgelastet und permanent überbelegt.»

Die übrigen Abstellplätze rund um den Bahnhof lägen meist unter der maximalen Auslastung. Die Velofahrer darauf hinzuweisen, dass es anderswo noch Platz habe, fruchte wenig, weiss Schüpfer. Zudem sei das System mit den Bügeln, in welche man den Lenker hänge, nicht mehr auf der Höhe der Zeit. «Teilweise werden die Velos dort kreuz und quer abgestellt.»

Velos können doppelstöckig abgestellt werden

Nun soll Abhilfe geschaffen werden. Der Kanton, die Gemeinde Stans und die Zentralbahn planen, die Kapazität des Veloab­stellplatzes zu vergrössern. Im Amtsblatt ist vergangene Woche ein entsprechendes Baugesuch veröffentlicht worden. Es sollen mehr Abstellplätze entstehen. «Dank Doppelstockanlagen können wir das Angebot auf 160 gedeckte Plätze ausweiten», so Schüpfer. Zusätzlich entsteht eine geschlossene Velostation mit 42 Plätzen.

Eine Velostation ist etwas Neues für Nidwalden. «Wir haben für die Planung der neuen Veloanlage Abklärungen getroffen», hält Schüpfer fest. «An die Velofahrer wurden Fragebögen verteilt und wir haben in Stans, Oberdorf und Ennetmoos eine Bevölkerungsumfrage gemacht.» Er räumt ein, dass die Rückmeldungen zum Thema Velostation nicht so überwältigend gewesen seien. Die Leute seien nicht unbedingt bereit, für einen Velounterstand zu bezahlen.

«Doch an so einem Standort wie dem Bahnhof Stans braucht es ein solches Angebot.»

Mit der Velostation werde dem Bedürfnis nach sicherer Aufbewahrung gerade von teureren Velos oder E-Bikes und nach mehr Komfort wie Schliessfächern für Helm und Regenkleider Rechnung getragen, ist Hanspeter Schüpfer überzeugt. Was das Angebot dereinst kosten wird, steht noch nicht fest. Man wolle sich an den Preisen andernorts bestehender Velostationen orientieren. Diese kosten zwischen 1 und 2 Franken pro Tag. Sollte die Nachfrage nach Plätzen in der geschlossenen Velostation einmal das Angebot übertreffen, wäre es laut Schüpfer möglich, die Kapazität modulartig in Richtung Gärtnerei Kuster auszubauen.

Die Kosten für den Ausbau der Veloparkplätze und die Errichtung der Velostation liegen bei 350'000 Franken, die sich Gemeinde, Kanton und Zentralbahn nach einem noch zu bestimmenden Schlüssel teilen. Mit dem Bau soll noch diesen Frühling begonnen werden. Die Fertigstellung ist für den Sommer vorgesehen.