BAHNÜBERGÄNGE: Der Kostenschlüssel eckt mehrheitlich an

Wer wie viel für die Sanierung der Bahnübergänge zahlen soll, ist in der Vernehmlassung umstritten. Auch stösst die Informationspolitik der Zentralbahn sauer auf.

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Arbeiter beim Erstellen einer Barriere an der Engelbergerstrasse in Oberdorf im Februar 2008. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Arbeiter beim Erstellen einer Barriere an der Engelbergerstrasse in Oberdorf im Februar 2008. (Bild Urs Rüttimann/Neue NZ)

Aus Sicherheitsgründen müssen zwischen Hergiswil und Engelberg 57 Bahnübergänge bis 2014 saniert oder aufgehoben werden. Der Bund schreibt dies vor. 7 Millionen Franken sollen dafür aufgewendet werden. In einem Entwurf unter dem Titel «Teilrevision des Gesetzes über die Förderung des öffentlichen Verkehrs (Verkehrsgesetz)» schlägt die Regierung vor, dass der Kanton zunächst 50 Prozent der Bau- und Unterhaltskosten übernimmt.

Den restlichen Betrag sollen, falls es sich um eine öffentliche Strasse handelt, die Zentralbahn (ZB) und der öffentliche Strasseneigentümer (Kantons oder Gemeinde) zu je 25 Prozent beisteuern. Handelt es sich indessen um eine private Strasse, wird gemäss vorliegendem Kostenschlüssel auch deren Eigentümer zur Kasse gebeten. Die Sanierung des Bahnübergangs muss er zu 10 Prozent aus eigener Tasche finanzieren, während sich die Gemeinde zu 15 und die ZB zu 25 Prozent an den Kosten beteiligen.

ZB soll mehr bezahlen
In der Vernehmlassung des Gesetzesentwurfs wird das Bestreben nach mehr Betriebssicherheit der Bahn wohl begrüsst. Die Belastung der privaten Strasseneigentümer jedoch stösst mehrheitlich auf Ablehnung. Von den 57 sanierungsbedürftigen Bahnübergängen liegen 50 an Privatstrassen, die hauptsächlich zu Bauernhöfen führen. Beinahe 12 000 Franken müsste ein einzelner Besitzer im Durchschnitt für die Sanierung hinblättern.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.