Baudirektor rechtfertigt Vorgehen beim Tunnel

Nach Bekanntgabe des Bahntunnelfavoriten in Hergiswil stellt sich die Frage der Finanzierung. Der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki nimmt Stellung.

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Regierungsrat Hans Wicki beim Interview mit der Neuen Nidwaldner Zeitung anfangs Oktober 2012. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Regierungsrat Hans Wicki beim Interview mit der Neuen Nidwaldner Zeitung anfangs Oktober 2012. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Mit der Nachricht über die geschätzten Kosten von 385 Millionen Franken für einen durchgehenden Bahntunnel hat sich selbst manch ein ÖV-Verfechter vergangene Woche vor den Kopf gestossen gefühlt. Ist ein Projekt dieser Dimension für Nidwalden und Hergiswil sowie die Partnerkantone Obwalden und Luzern überhaupt finanzierbar?

Der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki bestätigt in einem Interview mit unserer Zeitung, dass er seit der Bekanntmachung der Favoritenvariante vor allem auf die Kosten respektive die Machbarkeit des Doppelspurtunnels unter Hergiswil angesprochen wurde.

Bund muss mitmachen

Für Wicki ist der Tunnel alles andere als Utopie, er rechtfertigt das gegenwärtige Vorgehen des siebenköpfigen Steuerungsgremiums, dem er vorsitzt. Der Baudirektor verhehlt aber auch nicht, dass eine finanzielle Unterstützung des Bundes unabdingbar ist, um ein Vorhaben dieser Grössenordnung in die Tat umzusetzen.

Gemäss Wicki wäre der Tunnel allein nicht zwingend ein Grund, die Steuern im Kanton zu erhöhen. Der Hergiswiler Regierungsrat betont im Gespräch mit unserer Zeitung auch, dass von der Doppelspurlinie nicht nur das Lopperdorf, sondern die ganze Region mit den Tourismusorten Engelberg und Interlaken profitieren würde. Deshalb müsse das Projekt ganzheitlich betrachtet werden.

Oliver Mattmann

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