Bauern drehen auf

Heubläser bedrohen die Artenvielfalt. Dies geht aus ersten Zahlen einer Studie hervor. Und über den Lärm ärgern sich viele.

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Immer mehr Bauern greifen beim Heuen und Emden zum Bläser. Im Bild Rothenthurm. (Bild: Keystone / Archiv)

Immer mehr Bauern greifen beim Heuen und Emden zum Bläser. Im Bild Rothenthurm. (Bild: Keystone / Archiv)

Er sei bei weitem nicht der Einzige, der sich wegen des Lärms aufrege, beteuert Andreas Oswald im Namen vieler frustrierter Emmetter. Grund für seinen Ärger sind die lauten Laubbläser, die immer mehr Bauern benutzen, um das Heu einzusammeln. Die Zeit, die man damit gegenüber dem traditionellen Rechen gewinne, sei enorm, sagte ein Landwirt im Mai gegenüber unserer Zeitung.

«Wir sind uns bewusst, dass sich einige Anwohner über den Lärm zu sensiblen Zeiten wie Sonntagen ärgern», sagt Heiri Niederberger vom Amt für Landwirtschaft. Doch um den Lärm einzudämmen, bräuchte es wohl neue Vorschriften.

Vielleicht aber hat der Staat bald schon ganz andere Gründe, den Gebrauch von Heubläsern einzuschränken. Erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts in Stansstad zeigen nämlich, dass der Einsatz von Heubläsern die Artenvielfalt auf den Wiesen bedroht. Auf den geblasenen Flächen ist die Artenvielfalt um 10 Prozent niedriger als auf jenen Flächen, auf denen das Heu mit dem traditionellen Rechen eingesammelt wird.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.