Bauern setzen beim Heuen auf Gebläse

Immer mehr Bergbauern lassen den Rechen liegen und greifen zu Laubbläsern, um das Heu einzusammeln. Nun wird untersucht, ob das der Natur schadet.

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Yolanda Lussi mit einem Benzin-Bläser auf der Liegenschaft Seewli bei Obbürgen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Yolanda Lussi mit einem Benzin-Bläser auf der Liegenschaft Seewli bei Obbürgen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Auch die Bergbauern stehen unter dem Druck, möglichst effizient zu arbeiten. Seit einiger Zeit greifen deshalb immer mehr Bauern zu Laubbläsern, um das Heu auf den steilen Bergwiesen einzusammeln. Statt zu rechen, blasen sie das Heu den Hang hinab. Die Geräte blasen mit einem Luftstrom von 300 km/h fort, was im Weg liegt.

«Diese Form der Heubewirtschaftung an steilen Lagen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen», sagt Hanspeter Rohrer von Pro Natura Unterwalden. Und er vermutet, dass der starke Luftstrom Schäden hinterlässt. «Weil der Samen weggeblasen wird, könnte die Artenvielfalt der Pflanzen schwinden. Auch Kleinstlebewesen wie Heuschrecken könnten beschädigt oder weggeblasen werden.»

Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat Pro Natura Unterwalden ein aufwendiges Forschungsprojekt initiiert: Auf der oberen Stöckmatt in Stansstad sind 1,5 Hektaren Wiesenfläche reserviert – das entspricht etwa zwei Fussballfeldern.

Die Fläche ist in zehn Parzellen aufgeteilt: Auf je fünf Parzellen wird das Heu entweder geblasen oder es kommt der traditionelle Heurechen zum Einsatz. Über mehrere Jahre hinweg werden dabei Vegetation und Kleinlebewesen kartiert und beobachtet. Ferner untersucht man unter anderem auch die Nährstoffe im Boden.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.