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BAUGESETZ: Nidwaldner Gemeinden können bei Häuserfarbwahl mitmischen

Die Gemeinden im Kanton Nidwalden können in ihren Bau- und Zonenreglementen neu Bestimmungen zur Farbgebung erlassen. Die Regierung hat diesen Zusatz in die Teilrevision des Planungs- und Baugesetzes (PBG) aufgenommen.
Miracasa - ein farblich besonderes Haus. Das Baugesetz will den Gemeinden mehr Mitsprache geben. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 14. März 2018))

Miracasa - ein farblich besonderes Haus. Das Baugesetz will den Gemeinden mehr Mitsprache geben. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 14. März 2018))

In der ursprünglichen Fassung hatte es geheissen, die Gemeinden könnten nicht zu sämtlichen Gestaltungsfragen Regelungen erlassen, sondern nur bezüglich Materialisierung. Nach der Vernehmlassung wurden verschiedene Bestimmungen angepasst. Die Farbgebung habe zu grossen Diskussionen geführt, sagte Baudirektor Josef Niederberger am Mittwoch auf Anfrage. Der Zusatz sei im Sinne einer angemessenen Einheit zu verstehen.

Angepasst wurden auch die Grenzabstände. Diese sollen für Nebenbauten 3 Meter bei einer Maximalhöhe von 4,5 Metern und bei Hauptbauten einen Drittel der zonengemässen Gesamthöhe betragen. Der Entwurf wollte den Abstand nicht mehr an die zonengemässe, sondern an die effektive Gebäudehöhe koppeln. Das hätte laut Niederberger bei einer nachträglichen Aufstockung zu Konflikten geführt.

Weiter dürfen Hauseingänge und Garageneinfahrten bei unterirdischen Bauten neu auf sechs statt auf fünf Metern sichtbar sein. Somit sind zweispurige Einfahrten in Garagen möglich. Aus der Gebäudehülle ragen dürfen nebst Kaminen zudem technische Dachaufbauten und Dachvorsprünge mit Vordächern.

Festgehalten wird an der Aufteilung der Überbauungsziffer. Die Gemeinden können im Bau- und Zonenreglement aber eine Prozentzahl bestimmen, die festlegt, welcher Anteil der anrechenbaren Gebäudefläche durch Hauptbauten und welche durch Nebenbauten überbaut werden darf. Dies führe zu einer Staffelung der Bauten.

In der Vernehmlassung waren 33 Stellungnahmen eingegangen. Die Grundzüge der Vorlage bleiben unverändert, die Regierung hat die Vorlage an den Landrat verabschiedet. Er wird diese am 9. Mai in erster Lesung beraten. Die Regierung erhoffe sich, dass die Teilrevision am 13. Juni und somit in der letzten Sitzung der Legislatur unter Dach und Fach ist.

(sda)

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