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BECKENRIED: Bauen ohne Bewilligung gibt Ärger

Ein Luzerner baute seine Liegenschaft auf dem Bodenberg um, ohne sich um die Bewilligungen zu kümmern. Er muss wohl einiges wieder zurückbauen.
Matthias Piazza
Ohne Bau­bewilligung saniert: das Ferienhaus auf dem Bodenberg ob Beckenried. (Bild Corinne Glanzmann)

Ohne Bau­bewilligung saniert: das Ferienhaus auf dem Bodenberg ob Beckenried. (Bild Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

Das Baugesuch im Nidwaldner Amtsblatt von Ende August macht stutzig. Die Gesuche für einen Parkplatz mit Unterstand, einen Zufahrtsweg und die Sanierung eines Ferienhauses mit Umgebungsgestaltung auf dem Bodenberg ob Beckenried tragen den Zusatz «nachträgliches Bewilligungsverfahren». Hat da jemand im Nachhinein noch ein Gesuch eingereicht? Dem ist so, wie eine Nachfrage auf dem Bauamt der Gemeinde Beckenried ergibt. Die verschiedenen Arbeiten sind abgeschlossen, ein entsprechendes Gesuch dafür wurde bei der Gemeinde vorher nicht eingereicht.

Der Bauherr, wohnhaft in Obernau LU, habe gegenüber der Baubewilligungsbehörde dahingehend Stellung genommen, dass er davon ausgegangen sei, dass diese Arbeiten auf seiner Liegenschaft ausserhalb der Bauzone keiner Baubewilligung bedürfen. Toni Intlekofer, Leiter Hochbau der Gemeinde Beckenried, meint dazu: «In jedem Fall muss man mit der zuständigen Baubewilligungsbehörde vorgängig entsprechend Kontakt aufnehmen, damit jeweils abgeklärt werden kann, ob die erforderlichen Ausnahmebewilligungen überhaupt erteilt werden können.» In der Landwirtschaftszone dürften gemäss dem eidgenössischen Raumplanungsgesetz grundsätzlich nur Bauten und Anlagen errichtet oder verändert werden, die dem Zweck der Nutzungszone entsprechen würden. Toni Intlekofer schätzt darum die Chance, dass die Baugesuche bewilligt werden, als ziemlich gering ein. Problemlos dürfte hingegen das Baugesuch für die Sanierung eines benachbarten Stalles durchkommen.

Kanton muss entscheiden

Nachdem die Gemeinde den Bauherrn vorerst zu einer Stellungnahme aufgefordert habe, sei dieser anschliessend zur Einreichung der nachträglichen Baugesuche verpflichtet worden. Diese seien dann auch umgehend nachgeliefert worden.

Der Kanton, der gemäss dem Raumplanungsgesetz für Bauten ausserhalb der Bauzonen zuständig ist, muss nun prüfen, ob die Gesuche im Sinne einer Ausnahme zu bewilligen oder abzulehnen sind, dies unter Einbezug von Fachstellen wie etwa jener für den Landschaftsschutz.

Busse bis 200 000 Franken

Das Bauen ohne Baubewilligung kann unbequeme Folgen für den Liegenschaftsbesitzer haben. «Allenfalls müssten die widerrechtlichen Bauten und Anlagen wieder abgerissen und in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden», gibt Toni Intlekofer zu bedenken. Damit noch nicht genug. Wer ohne Bewilligung baut, an- oder umbaut, verstösst gegen das Gesetz. Und das kann teuer kommen. Ein Strafverfahren mit einer Busse von bis zu 100 000 Franken sieht das Gesetz vor, bei Wiederholungen bis 200 000 Franken. Der Leiter des Hochbauamtes spricht von einer neuen Dimension. «Dass jemand kleinere Arbeiten an Gebäuden ohne Bewilligung vornimmt, kommt ab und zu vor. Meistens belässt man es bei der nachträglichen Bewilligung mit einer Verwarnung. Doch ein solcher Fall wie auf dem Bodenberg ist bisher einmalig.»

Die Ferienhausbesitzer wollten gegenüber unserer Zeitung auf Anfrage keine Stellung zum Fall nehmen.

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