Beckenried bekommt ein neues Kommunikationsnetz

Die Gemeindeversammlung sagt Ja zu einem neuen grosszügigen Glasfasernetz, welches das Gemeindewerk Beckenried zusammen mit der Swisscom als Partner baut.

Richard Greuter
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Auch an der Gemeindeversammlung Beckenried galt es, Abstand zu halten.

Auch an der Gemeindeversammlung Beckenried galt es, Abstand zu halten.

Bild: Richard Greuter (Beckenried, 20. November 2020)

Insgesamt 3,7 Millionen Franken investiert das Gemeindewerk Beckenried (GWB) in den nächsten 10 Jahren in ihr neues Glasfasernetz. Mit einem Partnerbeitrag von 2,2 Millionen Franken sichert sich die Swisscom AG für 30 Jahre ein Nutzungsrecht. Nach Auflösungen von Rückstellungen im Umfang von 210'000 Franken beträgt der Restbetrag für das GWB noch 2.41 Millionen Franken. Die Glasfasertechnologie ersetzt das alte Kupfer-Koaxialkabelnetz aus den 70er-Jahren. «Wir machen einen Technologiewechsel», sagte Peter Feldmann, der das Projekt vorstellte.

Grosszügiger Ausbau mit vier Glasfaser-Adern

Früher bot das GWB selber Kommunikationsprodukte an. Seit Januar 2018 arbeitet Beckenried mit dem Kabelfernsehen Nidwalden (KFN), welches Quickline-Produkte anbietet. Durch die Erschliessung mit vier Glasfaser-Adern bis in die Wohnungen können Nutzer auch Angebote von Swisscom und andern Anbietern beziehen.

Mit dieser grosszügigen Erschliessung erhalten bis Ende 2022 insgesamt 98 Prozent der Beckenrieder Haushalte einen Glasfaser-Anschluss. In den folgenden acht Jahren sollen auch die restlichen zwei Prozent einen neuen Anschluss erhalten. «Beckenried bekommt ein modernes und zukunftsorientiertes Kommunikationsnetz», fasste Feldmann zusammen.

Rutschgebiet Moos als Dauerbrenner

Weiter genehmigten die rund 80 anwesenden Stimmbürger, die Gemeindepräsident Bruno Käslin begrüssen konnte, einen Objektkredit für 907'000 Franken. Dabei handelt es sich um ein weiteres forstliches Instandstellungsprojekt im Gebiet Moos-Staldi-Rossweid für die nächsten vier Jahre. Rutschungen im Gebiet Moos halten die Verantwortlichen schon einige Jahrzehnte auf Trab. Konkret geht es darum hölzerne Entwässerungskanäle, die in den 90-er Jahren erstellt wurden, zu erneuern.

Das Budget mit einem Aufwand von 13,35 Millionen und ein Ertragsüberschuss von 17'700 Franken wurden genehmigt. Auch das Budget der Kirchgemeinde mit Ertrag von 932'800 Franken und einem Gesamterfolg von 8'600 Franken fand Zustimmung. Die Realisierung einer neuen Beleuchtung bei der Pfarrkirche Beckenried verzögert sich wegen einer Einsprache. Eine vierköpfige Familie und eine Einzelperson beide aus Deutschland wurden mit Applaus als Schweizerbürger aufgenommen.