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BECKENRIED: Einheimische Christbäume finden Zuspruch

Für die Genossenkorporation gehört der Christbaumverkauf zur Tradition. Sie sieht darin eher eine Dienstleistung denn ein lukratives Geschäft.
Edy Halter (Mitte), ab Januar Betriebsleiter der Fageb, im Gespräch mit Paul Gander (links) und Sohn Elmar, die einen Christbaum gekauft haben. (Bild: Richard Greuter (Beckenried, 16. Januar 2017))

Edy Halter (Mitte), ab Januar Betriebsleiter der Fageb, im Gespräch mit Paul Gander (links) und Sohn Elmar, die einen Christbaum gekauft haben. (Bild: Richard Greuter (Beckenried, 16. Januar 2017))

Für Kenner gelten die Christbäume der Genossenkorporation Beckenried als Geheimtipp. Die Bäume wurden wenige Tage vor dem Verkauf am Samstag geschnitten. Auch wenn die Verkaufszahlen in den letzten Jahren rückläufig sind, sind die Christbäume der Genossenkorporation begehrt. Fast eine Stunde vor Verkaufsbeginn waren die ersten vor Ort und wollten sich ihren Prachtbaum sichern, berichteten Mitarbeiter der Forstarbeitsgemeinschaft Emmetten Beckenried (Fageb).

Etwas gemütlicher nahm es Heidi Mouron, die mit ihrem Enkel Nico gerade einen Christbaum für die kommenden Festtage gekauft hat. «Es ist ein Baum, der mir gefällt», sagte sie gegenüber unserer Zeitung. «Wenn ich ihn schmücke, sieht man immer noch etwas vom Baum», so Mouron weiter. Für sie sei es wichtig, einen einheimischen Christbaum im Wohnzimmer zu haben. Sie habe 40 Franken bezahlt, «ein moderater Preis», erzählte die 61-jährige Grossmutter. Für sie habe die diesjährige Weihnacht eine besondere Bedeutung. Ihre Tochter Michaela erwarte in diesen Tagen Nachwuchs. Der 56-jährige ­Beckenrieder Paul Gander schaute sich mit seinem Sohn Elmar einige Bäume an, die ihm Edy Halter, ab kommendem Januar Betriebsleiter der Fageb, vorführte. Seine Wahl fiel auf eine prächtige 2 Meter hohe Weisstanne. «Wir hatten immer einen grossen Baum», sagte Paul Gander und fügte an: «Er muss genügend Platz für Weihnachtsschöggeli bieten.» Wenig hält Paul Gander von den im Trend liegenden Nordmanntannen. «Das ist kein traditioneller Baum», meinte Gander. Er freut sich auf das Weihnachtsfest: «Es ist ein Treffpunkt für die ganze Familie. Alle Kinder kommen nach Hause.»

Bäume stammen aus zertifiziertem Wald

Trotz rückläufiger Verkäufe möchte die Genossenkorporation Beckenried an ihrem traditionellen Christbaumverkauf festhalten. «Für uns ist Christbaumverkauf eine gute Möglichkeit, den Kontakt mit der Bevölkerung zu pflegen», erklärte Korporationspräsident Martin Ambauen. Ein lukratives Geschäft sei der Verkauf der Christbäume nicht. «Für uns ist es eine Dienstleistung», meinte Genossenrat Urs Gander. Rottannen kosteten je nach Länge zwischen 15 und 30 Franken. Für Weisstannen zahlten die Käufer zwischen 20 und 50 Franken und Nordmanntannen lagen zwischen 30 und 75 Franken. Zudem gab es für jeden Gratiskaffee.

Sämtliche 80 Weiss- und 30 Rottannen, die verkauft wurden, suchten die Forstleute der Fageb einzeln in den FSC-zertifizierten Wäldern heraus. Die 120 Nordmanntannen stammten aus Aargauer Wäldern. Eine Christbaumanlage besitzt die Genossenkorporation nicht, und gemäss Präsident Ambauen soll das auch so bleiben. Laut Edy Halter sind die einheimischen Christbäume zwischen 10- und 15-jährig. Am vergangenen Montag waren die letzten gefällt worden.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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