BECKENRIED: Erste Ehrentanne oberhalb der A 2

Für Beggo-Zunftmeister Paul III. ist die erste Ehrentanne oberhalb der Autobahn gestellt worden.

Drucken
Teilen
Frisch gefällt: Bannwart Heinz Zieri mit Ehrentanne sowie Beggo-Zunftmeister Paul III. und Partnerin Annamaria (von links). (Bild Jakob Christen)

Frisch gefällt: Bannwart Heinz Zieri mit Ehrentanne sowie Beggo-Zunftmeister Paul III. und Partnerin Annamaria (von links). (Bild Jakob Christen)

Um 7 Uhr früh begann am Samstag die «Tannenstellequipe» der forstlichen Arbeitsgemeinschaft Emmetten-Beckenried (Fageb) bei Schneetreiben auf Hartmanix mit dem Fällen der Ehrentanne für den Beckenrieder Zunftmeister Paul III. Seit 1977 ist es die 35. Tanne als Geschenk der Genossenkorporation an den jeweiligen Zunftmeister und die erste, die es in Beckenried oberhalb der Autobahnlinie zu stellen galt. Neun Stunden später war es dann so weit. Nach einem schwierigen Transport auf Berg Studi, 720 Meter über Meer, stand die Ehrentanne beim Heim von Paul und Annamaria Gander wieder aufrecht. Die beiden waren begeistert von dem 25 Meter hohen Dolden, der zur Stabilisierung zwei Meter tief im Boden verankert werden musste.

Erstmals übernahm Holzbauer Thomas Murer den Transport mit schwerem Traktor und Anhänger. Ihm professionell zur Seite standen Fageb-Vizechef Heinz Zieri, die Forstwarte Urs und Vik Käslin, Zunftmeistersohn Martin Gander sowie Zünftler Thomas Käslin.

Mit Chriesibäumli gehts ringer

Paul III. war die Freude über die stattliche Zunftmeistertanne anzusehen. Der Zimmermann und Landwirt hat sich noch keine Gedanken gemacht, was nach dem Aschermittwoch mit dem Baum geschieht. Das Loch jedoch werde er nicht zuschütten. Er könnte es später vielleicht noch für die nächste Tanne brauchen, falls er «für den Ständerat kandidiere», meinte er verschmitzt. Zumindest Petrus war im hold, er lieferte den in seiner Proklamation gewünschten Schnee bis Berg Studi. So entfiel die künstliche Beschneiung für die nahe Skiabfahrt. Stolz auf ihren Sohn und sein Amt sind Mutter Agatha und Vater Paul. Paul sei auch in der «Studi-Familie» der Dritte, merkten diese passend an.

Die Fasnachtgewaltigen von Stans, Ennetbürgen und Kehrsiten verfolgten aufmerksam bei einem Schluck heissem Kaffee und feinem Kuchen das Stellen der tonnenschweren Ehrentanne. Chriesimutter Anne zeigte sich beeindruckt über den Aufwand und ist froh, dass es in Kehrsiten mit ihrem Chriesibäumli so «ring» gehe. Die Beggoschränzer sorgten passend zum Jubiläumsmotto «40 Jahr, rotes Haar» für Stimmung.

Gerhard Amstad