Beckenried erwartet hohe Investitionen

Der Beckenrieder Gemeinderat erwartet im Budget 2019 einen Mehrertrag. Hohe Investitionen bereiten Finanzchef Pascal Zumbühl aber auch einige Sorgen.

Romano Cuonz
Drucken
Teilen
Am Träschlibach fanden in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Arbeiten statt, so wie hier 2015. (Bild: Corinne Glanzmann)

Am Träschlibach fanden in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Arbeiten statt, so wie hier 2015. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Gemeinde Beckenried hat in den vergangenen Jahren ihre Steuern gleich zwei Mal gesenkt: 2012 um 0,33 Einheiten und im Vorjahr um 0,30 Einheiten. Finanzchef Pascal Zumbühl meint nun: «Es ist nicht unerheblich, dass unsere Gemeinde im ersten Jahr nach der letzten Steuersenkung erneut ein gutes Budget präsentieren kann.» Und – nicht ohne Stolz – fügt er hinzu: «Genau dies ist dem Gemeinderat mit dem Budget 2019 durchaus gelungen.» Man könne auch im kommenden Jahr bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 1,79 Einheiten von soliden Steuererträgen ausgehen, zudem steige auch der Ertrag aus dem kantonalen Finanzausgleich allen Erwartungen zum Trotz deutlich an.

So sehen die Eckdaten im Budget aus: Man rechnet in der Erfolgsrechnung mit einem Mehrertrag von 230'790 Franken. Dies vor allem, weil man bei den Steuererträgen aufgrund des erwarteten Bevölkerungswachstums eine Zunahme von 1,5 Prozent prognostizieren darf. Auch bei den juristischen Personen sollte das Niveau über den Budgeterwartungen von 2018 liegen.

Gemeindeverwaltung muss aufgestockt werden

«Aus finanzieller Sicht waren all die letzten Jahre in Beckenried geprägt von vergleichsweise hohen Nettoinvestitionen, insbesondere wegen Bachverbauungsprojekten», sagt Pascal Zumbühl. Mittlerweile habe man sich daran schon fast gewöhnt. Auch 2019 stünden wiederum hohe Kosten an: 8,2 Millionen Franken, davon 4 Millionen für den Träschlibach und deren 4,2 für den Lielibach. Als hoher Posten, so Zumbühl, komme die erste Tranche für den Neubau des Unterstufenschulhauses in der Höhe von 3,6 Millionen Franken hinzu. Aber auch die erste Etappe zur Sanierung des allseits geschätzten Alten Schützenhauses sei von grossem Interesse. Insgesamt sieht die Investitionsrechnung Aufwendungen von brutto 13,24 Millionen Franken vor. Nach Abzügen und Subventionen von Bund und Kanton resultieren Nettoinvestitionen von 5,46 Millionen Franken.

«Ebenso was die Ausgaben betrifft, präsentiert sich die Situation schwieriger als auch schon», hält Pascal Zumbühl fest. Beispielsweise müsse man im Jahr 2019 von zusätzlichen 140 Stellenprozent in der Gemeindeverwaltung ausgehen. Dies aufgrund einer Nachfolgeregelung wie auch einer Stellvertreterlösung. «Bei den gebundenen Ausgaben machen uns vor allem die steigenden Kosten im Sozialbereich zu schaffen», sagt Zumbühl. Dies, obwohl sich hier Beckenried im Vergleich mit anderen Gemeinden auf einem tiefen Niveau bewege.

Neben dem Budget 2019 und dem Steuerfuss der politischen Gemeinde stehen an der Versammlung vom Freitag auch das Budget fürs Gemeindewerk und jenes der Kirchgemeinde zur Diskussion.

Gemeindeversammlung: Freitag, 23. November, 19.30 Uhr, Saal Altes Schützenhaus.