BECKENRIED: Hotel Seerausch an Nidwaldner Immobilienfirma verkauft

Die Kipfer GmbH aus Buochs übernimmt das Hotel Seerausch samt Fährbetrieb. Die neue Besitzerin übernimmt sämtliche Mietverträge.

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Das Hotel Seerausch kommt in neue Hände. (Bild: Matthias Piazza (Beckenried, 29. Juli 2014))

Das Hotel Seerausch kommt in neue Hände. (Bild: Matthias Piazza (Beckenried, 29. Juli 2014))

Das Hotel Seerausch wurde verkauft. Das bestätigt Andreas Grebhan von der F & R Asset Management AG auf Anfrage. «Unsere Firma beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung von Immobilienprojekten», sagt er. Beim Hotel Seerausch in Beckenried sei die Entwicklung aus ihrer Sicht abgeschlossen. «Wir haben die Liegenschaft Ende 2013 in einem schlechten Zustand gekauft.» Inzwischen habe man den Betrieb renoviert und auf einen sehr guten Stand gebracht. «Nachdem wir den Betrieb zunächst in Eigenregie geführt hatten, haben wir schliesslich mit der Kuhn-Hug GmbH sehr gute Pächter gefunden.»

Positiv ist für Andreas Grebhan, dass das Hotel Seerausch mitsamt der Autofähre Beckenried-Gersau verkauft werden konnte. «Auch dieser Betrieb ist jetzt wieder auf einem guten Stand und die Gästezahlen steigen», hält er fest. Und alles bleibe in einer Hand.

Kapitalanlage auf längere Sicht

Gekauft hat «Seerausch» die Kipfer GmbH aus Buochs. Die Firma besitzt Immobilien in neun Kantonen. «Mir kam zu Ohren, dass das Hotel verkauft werden sollte», sagt Firmeninhaber Theo Kipfer im Gespräch mit unserer Zeitung. «Die Lage ist sehr gut, und es gefällt mir, weil es sehr schön renoviert wurde», sagt Kipfer zu den Beweggründen, warum er das Hotel erworben habe. Er sehe den «Seerausch» als eine Investition und Kapitalanlage auf längere Sicht, betont er. Und bei so einem Objekt dürfe man auch nicht nur auf die Rendite schauen.

Er habe den ganzen Komplex mitsamt der Fähre inklusive den Anlegestellen auf beiden Seiten des Sees gekauft – insgesamt rund 9200 Quadratmeter. Ihm sei es auch wichtig, dass alles ein und demselben Eigentümer gehöre: «Wenn Hotel und Fähre in unterschiedlichen Händen sind, könnte es eines Tages zu Meinungsverschiedenheiten kommen.»

Auf seine Pläne mit dem Hotel angesprochen sagt Kipfer, dass es im Moment für ihn nicht in Frage komme, ein solches Haus abzubrechen: «Das wäre Kapitalvernichtung.» Was später einmal kommen könnte, sei zum heutigen Zeitpunkt Spekulation. Das Grundstück biete noch Reserven und es gebe auch ein Vorprojekt für eine weitere Entwicklung, die unter anderem Bootsplätze und Wohnungen umfassen würde. «Doch das ist noch Zukunfts­musik.» Die Kipfer GmbH übernimmt sämtliche Mietverträge. «Wir sind nicht aus der Gastrobranche und haben keine Veranlassung, jetzt etwas zu ändern», hält Theo Kipfer fest. «Wir sind daran interessiert, dass der Betrieb gut weiterläuft.»

 

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch