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BECKENRIED: Jodler streuen Glücksgefühle

16 bestandene Jodler und 23 Kinder liessen das Kirchenkonzert zum Erlebnis werden. Musikalische Hochgenüsse steuerten auch «Bircherix» bei.
Otmar Näpflin
Hörgenuss pur: die Beggrieder Jodler und ihr Nachwuchs. (Bild: Otmar Näpflin (Beckenried, 6. Mai 2018))

Hörgenuss pur: die Beggrieder Jodler und ihr Nachwuchs. (Bild: Otmar Näpflin (Beckenried, 6. Mai 2018))

Otmar Näpflin

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Zuweilen wird die Erkenntnis gemacht, dass es tatsächlich nur wenig braucht, um glücklich zu sein. Und dieses Empfinden kann auf vielfältige Weise geschehen. Diese Erfahrung durften die Besucher vom sonntäglichen Jodlerkonzert in der gut besetzten Pfarrkirche machen, wo sie ein Quäntchen Glück in Form von wohl dosiertem Jodelgesang verabreicht bekamen. Die Beggrieder Jodler riefen erneut eine überzeugende Leistung ab. Es ist unwiderruflich der Verdienst von Franziska Bircher, denn sie war erneut für eine ausgewogene Programmgestaltung verantwortlich. Ihr Gespür für kurzweilige Unterhaltung lässt keine Wünsche offen.

Mit dem fröhlichen «Jödele, bödele» und dem «Nachtbuebe-Juiz» gelang der Auftakt nach Mass. Obwohl nicht unbedingt rosige Zeiten anstehen, rieten die Jodler, Hans Walter Schnellers Vorschlag, die Griesgrämigkeit abzulegen und die gebotene Gelegenheit zu jodeln, tanzen und bödelen, zu nützen. Wer schätzt es nicht, «Ä liebe Mänsch» um sich zu wissen, der die Position der unverzichtbaren Wichtigkeit einnimmt? Die Tiefsinnigkeit in Wort und Melodie eröffnet Möglichkeiten zum Nachdenken, regt aber auch zum Danke sagen an. Wie vergangenes Jahr in Brig am «Eidgenössischen» trugen sie zum Konzertabschluss «E Juchz i d’Berge», ein Loblied auf die Schweiz, ein weiteres Mal erstklassig vor.

Junge Jodler paaren Können mit Witz

Für einen gefreuten Auftritt sorgte wiederum der Beggrieder Jodlernachwuchs. Mit prächtigem Dialekt und sängerischem Können erzählten sie, was sich alles unter Liebenden in einer Samstagnacht abspielt, das der elterlichen Gewalt nicht entgeht. Auf witzige Art erklärten sie im «Schueni-Lied», dass sich der arme Schlucker im Leben gut zurechtfindet und den knappen Verdienst nicht auf die hohe Kante, sondern beim «Sternen»-Wirt anlegt. «E Ängel», die Komposition des Berners Peter Künzi, hatte das Terzett Monika Würsch, Eugen Amstad, Franziska Bircher ausgewählt. Sehr ausdrucksstark besangen sie das für uns unsichtbare Wesen, dessen Spur uns leuchtet, wenn es schwer im Leben ist, uns aber auch auf dem letzten Weg bei der Hand nehmen wird.

Beckenrieder Gastrecht in Anspruch nehmen durften auch die vier Bircher-Brüder Markus, Lukas, Andreas und Linus alias «Bircherix». Die vier Vollblutmusiker sind mit der Volksmusik sehr vertraut, lassen aber ihrer Offenheit für Musik aus anderen Ländern freien Lauf.

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