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BECKENRIED: Kibag kauft Baubetrieb Murer

Der Baubetrieb der traditionsreichen AG Franz Murer wird an die Kibag Bauleistungen AG verkauft. Alle Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt. Der Werkhof Neuseeland in Beckenried verschwindet.
Philipp Unterschütz
Der Werkhof der AG Franz Murer in Beckenried am See wird verschwinden, nach dem der Baubetrieb an die Kibag Gruppe verkauft worden ist. (Bild: Philipp Unterschütz (Beckenried, 11. Januar 2018))

Der Werkhof der AG Franz Murer in Beckenried am See wird verschwinden, nach dem der Baubetrieb an die Kibag Gruppe verkauft worden ist. (Bild: Philipp Unterschütz (Beckenried, 11. Januar 2018))

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Es sei nicht eine gängige Lösung, die man getroffen habe, bestätigt Roland Erb, Geschäftsführer der Specogna Holding AG, Kloten, und Verwaltungsrat der AG Franz Murer in Beckenried. «Wir behalten die eigentliche AG Franz Murer, also das Aktienkapital und die Liegenschaften der Firma. Der Baubetrieb dagegen wird herausgelöst und an die Kibag Bauleistungen AG verkauft.»

Die Kibag hat über 60 Standorte in der Schweiz, darunter einen in Stansstad. Dieser wird das gesamte Inventar der AG Franz Murer, die Aufträge und die Mitarbeitenden übernehmen. Zuständig dafür wird Erhard Zürcher, der Geschäftsführer der Kibag Stansstad und Bäch SZ, sein. «Wir übernehmen alle 34 Mitarbeiter und geben ihnen neue Arbeitsverträge zu gleichen Konditionen, der Besitzstand bleibt gewahrt.» Die Arbeitsplätze werden allerdings in Stansstad sein, der Werkhof Neuseeland der AG Franz Murer in Beckenried an der Buochserstrasse verschwindet. Wie das Bürohaus am Kirchweg in Beckenried und das Gelände des Werkhofs an bester Seelage künftig genutzt werden, ist laut Roland Erb noch offen. Zwei Mitarbeiterinnen der Administration bleiben bei der AG Franz Murer angestellt. Der Baubetrieb wird künftig unter dem Namen Kibag Bauleistungen AG geführt. «Der Kauf bedeutet eine Stärkung für uns. Er bringt eine Ergänzung unserer Ressourcen und mehr Flexibilität», ist Erhard Zürcher überzeugt. Zudem kämen gewisse Ergänzungen dazu, vor allem im Pfählungsbereich.

Erfolglose Suche nach neuem Geschäftsleiter

Weggezogen aus Beckenried wäre die AG Franz Murer sowieso, sagt Zürcher. Es sei ursprünglich von der Specogna Holding geplant gewesen, die Firma nach Waldibrücke in Emmen zu verlegen, wo sie schon einen Werkplatz betrieb.

Hintergrund des Verkaufs des Baubetriebs der traditionsreichen AG Franz Murer ist laut ­Roland Erb von Specogna die erfolglose Suche nach einer neuen Geschäftsleitung gewesen. «Seit dem überraschenden Tod des Geschäftsführers im August vergangenen Jahres haben wir keinen passenden Nachfolger gefunden.» Weil der Zustand mindestens nochmals ein halbes Jahr angedauert hätte, habe sich die Specogna Holding zum Verkauf entschlossen. «Wir haben auch eine Fortführung unter unserem Dach geprüft. Aber Baufachleute sind Mangelware.» Zudem sei auch klar, dass der interimistische Geschäftsführer demnächst ausscheide. «Für uns stand die Erhaltung der Arbeitsplätze im Vordergrund, wir wollten die Firma nicht liquidieren», betont Roland Erb. Deshalb habe man zum ersten Mal ein für die Specogna Holding AG unübliches Vorgehen gewählt.

Specogna übernahm die AG Franz Murer 2009 unter Beibehaltung der Eigenständigkeit und des Firmensitzes in Beckenried. Gegründet worden war die Firma 1897 von Franz Murer, sie wurde 1958 in eine AG überführt. Die AG Franz Murer war weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt, und die Firma konnte sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stets behaupten.

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