BECKENRIED: Mit Zirkusmusik und Klamauk

Hereinspaziert in die Manege! Die Feldmusik bot ein kurzweiliges Konzert mit Zirkusmusik, dazu viel Witz, Humor und kabarettistische Einlagen vom Feinsten.

Kurt Liembd
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Die Feldmusik Beckenried entführte in die Zirkuswelt, hier mit dem Xylophon-Solisten Pascal Iten. (Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 20. Mai 2017))

Die Feldmusik Beckenried entführte in die Zirkuswelt, hier mit dem Xylophon-Solisten Pascal Iten. (Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 20. Mai 2017))

Kurt Liembd

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Einmal mehr war das Jahreskonzert der Feldmusik Beckenried gespickt mit originellen Ideen. Dafür sorgten nicht nur die beschwingten musikalischen Darbietungen, sondern ebenso die beiden Komiker Adrian Murer und Beat Barmettler mit ihren kabarettreifen Ansagen und Spässen. Die beiden Spassvögel, auch bekannt von der «Märli­biini» in Stans, gewannen die Herzen des Publikums vom ersten Moment an. Ihre Spässe passten zum Motto Zirkus wie auch zu den musikalischen Darbietungen und sorgten für zahlreiche Lacher im Alten Schützenhaus, das fast bis auf den letzten Platz besetzt war.

So viel zur emotionalen Grundstimmung, die besser nicht hätte sein können. Damit hatte die Feldmusik natürlich ein leichtes Spiel, musikalisch an der guten Stimmung anzuknüpfen. Dies taten die Musikanten mit Leidenschaft und innerem Feuer, denn schliesslich war ja «der Zirkus im Dorf». Die Feldmusik unter der Leitung von Heini Iten präsentierte sich von seiner besten Seite und bewies dabei viel technisches Können. So etwa gleich im beschwingten Eröffnungsstück «Circus Days» von Karl L. King, das schon mal eine Vorahnung lieferte, was die Zuhörer im Verlaufe des Abends noch erwarten sollte. Eine extravagante Zirkusnummer bot «A Day At The Circus» von James Curnow, in der die Komiker Adrian Murer und Beat Barmettler zur Hochform aufliefen. Es gab lustige Clowns, atemberaubende Akrobaten, Elefanten und ­sogar eine menschliche Kanonenkugel.

Soli für Gesang und Xylophon

Auch die Freunde von romantischer Zirkusmusik kamen auf ihre Rechnung. Zu Gast war die Popsängerin und Künstlerin Debbie Frank (36) aus Ennetbürgen, welche zur Begleitung der Feldmusik zwei Kostproben ihres Könnens zum Besten gab. Sie sang (wie könnte es anders sein beim Thema Zirkus) «O mein Papa», den Evergreen aus dem Jahre 1939, und «Send In The Clowns», eine wunderschöne Ballade aus Stephen Sondheims «A Little Night Music». Das Publikum war zu Recht ­begeistert und spendete herzhaften Applaus. Als ebenso versierter Solist wie Debbie Frank erwies sich Pascal Iten auf dem Xylophon im Stück «Zirkus Humberto». Wie Kunststücke der Artisten in der Manege gefiel auch das Xylophonsolo durch Präzision, Tempo und Schwung.

Fast aus dem Häuschen gerieten das Publikum und der Konzertabend bei der Show unter dem Titel «Marsch-Konfetti». Es war ein überaus witziges Medley, bestehend aus mindestens zwei Dutzend Melodien, oder besser gesagt aus Fragmenten davon, vom «Radetzky-Marsch» über «Carmen» und «Aida» bis zum «Deutschmeister Regimentsmarsch». Nicht nur spielte die Feldmusik technisch ausgezeichnet, auch der ganze Klamauk drumherum war sehr gut abgestimmt auf die musikalischen Inhalte.

Das Publikum spendete tosenden Applaus und verlangte Zugaben, die auch gerne gewährt wurden. Den Abschluss des ­humorvollen Konzertabends ­bildete John Philip Sousas «The Liberty Bell» in Anlehnung an die Comedyserie «Flying Circus».