BECKENRIED: Schüler loben saniertes Schulhaus

Das Primarschulhaus in Beckenried ist für rund 2,5 Millionen Franken umfassend saniert worden. Das Resultat gefällt – sowohl der Lehrerschaft als auch den Schülern.

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Primarlehrer Christoph Inderkum beim Unterricht in einem der sanierten Schulzimmer. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Primarlehrer Christoph Inderkum beim Unterricht in einem der sanierten Schulzimmer. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Elsbeth Amstad atmet tief durch. «Es war eine anstrengende Zeit. Und ja, wir sind alle froh, dass sie nun vorbei ist.» Amstad, Lehrerin und gleichzeitig Mitglied der Schulleitung in Beckenried, spricht die Sanierung des Primarschulhauses an, die im Herbst nach mehreren Etappen und insgesamt vier Jahren abgeschlossen worden ist. Da der Umbau nicht nur während der Ferienzeit vollzogen werden konnte, mussten immer wieder Klassen ihr angestammtes Zimmer räumen und im Dachgeschoss eine vorübergehende Bleibe beziehen. «Es war für alle Beteiligten, insbesondere auch für Hauswart Peter Niederberger, eine grosse Herausforderung – auch aus logistischer Sicht», erzählt Elsbeth Amstad, die dem Bauprojektteam angehörte. Während jeder Etappe hatten zwei Klassen im selben Zimmer Unterricht. «Es hat viele Absprachen unter den Lehrern gebraucht. Doch letztlich empfanden es die meisten auch als Chance, neue Unterrichtsformen auszuprobieren», sagt Amstad und ergänzt ein wenig stolz: «Wir mussten keinen Schultag ausfallen lassen.»

Neue Böden auf allen Etagen
Das Schulleitungsmitglied ist sich sicher: Die Geduld hat sich ausbezahlt. «Mir gefällt das Resultat. Es macht Freude, in den neuen, hellen Schulräumen zu arbeiten.» Rückmeldungen von anderen Lehrkräften und aus der Schülerschaft fielen ebenfalls positiv aus.

Ein Blick auf die Liste der ausgeführten Arbeiten lässt erahnen, weshalb die Sanierung so viel Zeit in Anspruch nahm. Von aussen betrachtet gab es einen frischen Anstrich, im Dachgeschoss neue Fenster, und alle Storen wurden ersetzt. Der grösste Brocken der Sanierung spielte sich aber im Innern des inzwischen 104-jährigen Gebäudes ab. Sowohl im Kellergeschoss wie auch auf allen vier Stockwerken machten die teils unebenen Linoleumböden neuen Parkettböden Platz. Die Beleuchtung in den Schulräumen wurde mit einem neuen Lichtkonzept verbessert. Die eher tristen Farben Grün, Beige und Braun sind Rot, Blau und Weiss gewichen, die allen Etagen auf dezente, aber effektvolle Art ein neues Gesicht verleihen. Einzelpulte und ergonomischere Stühle ermöglichen, dass sich die Schüler im Unterricht wohler fühlen.

Über alle Stockwerke wurden neue Elektro- und Netzwerkinstallationen angebracht und die Wasserleitungen ersetzt. «Diese waren zum Teil über 100-jährig, also seit dem Bau des Gebäudes 1906 nie erneuert worden», so Elsbeth Amstad. Zudem erhielt die Dachkonstruktion eine Verstärkung, und das Gebäude wurde mit dem Einbau eines Lifts, eines Invaliden-WCs und schwellenlosen Eingängen behindertengerecht saniert. In der Zusammenfassung von Elsbeth Amstad heisst das: «Das Primarschulhaus ist viel einladender und freundlicher als zuvor.» Davon können auch Eltern und Interessierte am kommenden Samstag einen Augenschein nehmen.

Oliver Mattmann

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Nidwaldner Zeitung» vom 4. November.

Tag der offenen Tür im sanierten Schulhaus: Samstag, 6. November, von 9 bis 11 sowie von 13.30 bis 15.15 Uhr Schulalltag im Klassenzimmer, um 15.15 Uhr Abschluss auf dem Pausenplatz mit bunten Ballons.