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BECKENRIED: Schulhaus wird auf Hochglanz poliert

In den Sommerferien ist die Schulhausputzete angesagt. Nicht nur blitzblank sollen Schulhäuser und Turnhallen werden. Die Reinigung dient auch der Werterhaltung.
Martin Uebelhart
Annamarie Zieri putzt die Galerie in der Turnhalle, während sich Daniela Schurtenberger um das Mobiliar im Schulhaus kümmert. (Bilder Corinne Glanzmann)

Annamarie Zieri putzt die Galerie in der Turnhalle, während sich Daniela Schurtenberger um das Mobiliar im Schulhaus kümmert. (Bilder Corinne Glanzmann)

Martin Uebelhart

Viele beschäftigen sich wohl einmal im Jahr mit dem Frühlingsputz. Und kennen die Mühen, die damit verbunden sind. Nicht zu vergleichen damit ist die Grundreinigung von Schulanlagen, wie sie vielerorts in den langen Sommerferien an die Hand genommen wird.

Augenschein in Beckenried. Im Primarschulhaus Isenringen, im Oberstufenschulhaus und in der Dreifachturnhalle herrscht emsige Betriebsamkeit. Rund 20 Personen sind mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. «Wir haben dazu zehn Tage Zeit», sagt Peter Niederberger, einer der drei Hauswarte, der gleichzeitig auch noch Liegenschaftsverwalter der Gemeinde ist.

«Mitte nächster Woche müssen die Schulhäuser wieder betriebsbereit sein», sagt er. Das sei die Vorgabe der Schulleitung. Darum werde in drei Gruppen parallel gearbeitet, wenn es sein müsste auch am Samstag. Gleichzeitig gebe es die Abmachung, dass keine Lehrperson in den ersten zehn Tagen der Sommerferien ins Schulhaus komme. Vernünftig arbeiten könnten sie ohnehin nicht. Pulte, Stühle und das übrige Mobiliar stapeln sich auf den Gängen, die Schulzimmer sind komplett leer geräumt. «Angefangen haben wir gleich nach Schulschluss am vergangenen Freitagmittag», erzählt Peter Niederberger. Zusammen mit ein paar jungen Burschen habe der Hausdienst alles ausgeräumt.

«Am Montagmorgen um 6.30 Uhr war alles bereit für die Reinigungskräfte», sagt er. Und fügt hinzu, dass es heute auch nicht mehr so einfach sei wie früher, diese zu finden. «Man fragt im Bekanntenkreis, die eine Frau kennt die andere, und so bringen wir unsere Reinigungstruppe zusammen.» Hausfrauen, Bauernfrauen und Studenten seien in den verschiedenen Gruppen tätig, so Peter Niederberger. «Wir haben Leute, die schon seit 20 Jahren dabei sind.» Und damit genau so lange wie Niederberger selber. Seit zwei Jahrzehnten ist er – zunächst für die Schulgemeinde und seit der Fusion für die Einheitsgemeinde – als Hauswart tätig.

Strenge Arbeit

In den zehn Tagen, die für die Rei­nigung zur Verfügung stehen, werden Decken, Lampen, Wände, Türen, Storen, Fenster, die Wandtafeln und zuletzt die Böden geputzt. «Das kann sehr anstrengend sein, wenn man dazu stundenlang auf Gerüsten und Leitern steht.» Gerüste, die wie in der Turnhalle bis zu sieben Meter hoch sein können. Dort in der Dreifachturnhalle werden die Kippfenster ausgehängt, die Rahmenprofile gereinigt und die Fenster wieder zurückgehängt.

Weniger Unterhaltskosten

Ein ganzes Arsenal von verschiedenen Reinigungsmitteln und -utensilien steht den drei Gruppen zur Verfügung. «Während unter dem Jahr eher etwas schwächere Mittel zum Einsatz kommen, sind sie bei der Grundreinigung jetzt oder auch bei den Zwischenreinigungen in den Frühlings- und Herbstfreien eher etwas stärker», sagt Niederberger. «Die Reinigungen sind sehr wichtig. Sie dienen der Werterhaltung und Funktionalität der Gebäude.» Die Turnhalle Isenringen etwa erwähnt er als Beispiel, sei jetzt vierzehn Jahre alt. «Wenn man die WC-Anlagen anschaut, sehen die aus wie neu», hält er fest. Damit das so ist, investiere man auch viel in die tägliche Reinigung, so Niederberger. Dadurch habe die Gemeinde auch weniger Unterhaltskosten, weil die Betriebsfunktionalität länger erhalten bleibe.

Während die Schulhäuser nächste Woche wieder benutzbar sind, bleibt die Turnhalle bis eine Woche vor Schulbeginn geschlossen. «Dafür ist sie sonst das ganze Jahr geöffnet, auch während der Schulferien», betont Niederberger. Nach der Reinigung werden während der Schliessung noch kleine Unterhaltsarbeiten gemacht. «Dieses Jahr wechseln wir unter anderem kaputte Fensterschliessmotoren aus.»

Und die Kinder? Merken sie, dass während der Ferien gute Geister «ihr» Schulhaus auf Hochglanz getrimmt haben? «Ja, das stellen sie schon fest», meint Niederberger. Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich, manchmal sogar mit Zeichnungen. «Vielleicht ein wenig motiviert von den Lehrpersonen.»

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