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Das Schützenhaus von Beckenried hat einiges nötig

An der Gemeindeversammlung von Beckenried stehen Baukredite für die Sanierung des Alten Schützenhauses und des Schiessstandes Haltli für total 1,8 Millionen Franken zur Abstimmung.
Franziska Herger
Das alte Schützenhaus von Beckenried. (Archivbild NZ)

Das alte Schützenhaus von Beckenried. (Archivbild NZ)

An der Frühlings-Gemeindeversammlung stimmen die Beckenrieder unter anderem über die erste Etappe der Sanierung des Alten Schützenhauses ab. Das 1977 zu einem Mehrzweckgebäude umfunktionierte und 1995 letztmals umgebaute Alte Schützenhaus müsse aufgrund intensiver Nutzung und des Alters vieler Installationen erneut saniert werden, schreibt die Gemeinde.

In der ersten Etappe liege der Fokus auf der dringlichen Erneuerung der Grossküche, der Kaffeestube und der Kühlzellen im Winter 2018/19. Dazu wird den Stimmbürgern ein Baukredit von 980 000 Franken beantragt. Davon werden rund 550 000 Franken für die Küche aufgewendet, die unter anderem eine neue Lüftung erhalten soll, da die gegenwärtige Lüftungsanlage ungenügend ist. In welchem Umfang eine weitere Sanierungsetappe der insgesamt 2,2 Millionen Franken kostenden Gesamtsanierung vorbereitet werde, sei noch offen, schreibt die Gemeinde. Es sei auch möglich, diese Arbeiten oder Ergänzungen im Rahmen des normalen Unterhalts zu erledigen.

Bund und Kanton beteiligen sich am Kugelfang-Boden

Ebenfalls sanierungsbedürftig sind Teile des Schiessstandes Haltli. Der grösste Teil des be­antragten Baukredits von 835 000 Franken entfällt auf die Sanierung des Bodens der Kugelfänge für rund 530 000 Franken. Kanton und Bund beteiligen sich daran mit rund 335 000 Franken. Die Frist, während der für die nach Umweltschutzgesetz nötigen Teile der Sanierung Abgeltungen des Bundes möglich sind, läuft Ende 2020 ab.

Damit in den sanierten Boden keine Geschosse mehr eindringen können, müssen gleichzeitig auch die Kugelfänge selber für rund 130 000 Franken erneuert werden, schreibt die Gemeinde. Am Ersatz der vorhandenen, aus dem Jahr 1990 stammenden Trefferanzeige für rund 146 000 Franken beteiligt sich die Schützen­gesellschaft Beckenried mit 40 000 Franken.

«Die Gemeinde will ihrer Pflicht, das obligatorische Schiessen anzubieten, auch weiterhin in Beckenried nachkommen», sagt der zuständige Gemeinderat Urs Christen auf Anfrage. «Eine zeitnahe Umsetzung einer zentralen Schiessanlage in Nidwalden erachten wir als nicht realistisch. Daher wollen wir Geld in die Hände nehmen und unsere Anlage fit machen.» Der Gemeinderat beantragt den Stimmbürgern, 350 000 Franken aus dem Mehrertrag von 2017 für die Vorfinanzierung zu verwenden.

Der Schiessstand erfüllt gegenwärtig nicht alle Anforderungen des Lärmschutzes, da die Grenzwerte bei einer bestehenden Liegenschaft überschritten werden. Ende Dezember erteilte die Landwirtschafts- und Umweltdirektion jedoch eine bis 2027 gültige Erleichterungsbewilligung. Damit sei die wichtigste Grundlage für den Weiterbetrieb der Schiessanlage vorhanden, schreibt die Gemeinde. «Wir gehen davon aus, dass die Lage in zehn Jahren wieder ähnlich beurteilt wird», meint Urs Christen.

Kredit an Klewenalp-Bahn führt zu Budgetabweichung

Die Jahresrechnung 2017 der Gemeinde schliesst mit einem Mehrertrag von 960 000 Franken und damit rund 736 000 Franken ­besser als budgetiert ab. Der ­Gemeinderat beantragt, aus ­ dem Mehrertrag die Vorfinanzierung für das Schulhaus um 600 000 Franken zu äufnen.

Die Nettoerträge aus den Steuern belaufen sich auf rund 7,5 Millionen Franken und übertreffen das Budget damit um rund 600000 Franken. «Wir führen dies unter anderem auf das Bevölkerungswachstum zurück», erklärt Finanzchef Pascal Zumbühl auf Anfrage. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Franken und sind damit rund 814000 Franken ­höher als budgetiert. «Hauptgrund ist das Darlehen von 750000 Franken an die Klewen­alp-Bahn», sagt Pascal Zumbühl.

Die Rechnung des Gemeindewerkes Beckenried schliesst mit einem Gesamtergebnis von rund 690 000 Franken ab. Budgetiert waren rund 148 000 Franken weniger. Die Nettoinvestitionen, etwa in den Ausbau des Wasserleitungsnetzes und in den Ausbau und die Erneuerung des Stromverteilnetzes, belaufen sich auf rund 860 000 Franken.

Die Gemeindeversammlung findet am Freitag, 25. Mai, um 20 Uhr im Alten Schützenhaus im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung (19.30 Uhr) statt.

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